Der Schweizer Zugbauer Stadler Rail sichert sich einen weiteren Auftrag im Nachbarland. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) rufen sieben zusätzliche batterieelektrische Triebzüge aus einem bestehenden Rahmenvertrag ab. Für den Konzern bedeutet das eine verlässliche Auslastung in einem Segment, das europaweit zunehmend auf den Ersatz von alten Dieselloks fokussiert ist.

Einsatz ab 2029 in Niederösterreich

Die neu georderten Einheiten des Typs FLIRT Akku sollen ab dem Jahr 2029 den Regionalverkehr in Niederösterreich übernehmen. Konkret plant die ÖBB den Einsatz auf der Kamptal- und der Erlauftalbahn, wo die Batteriezüge herkömmliche Dieselfahrzeuge ablösen werden. Stadler Rail wird die Züge mit einer Kapazität von jeweils 160 Sitzplätzen voraussichtlich im Jahr 2028 ausliefern.

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Der ökologische Effekt dieser Flottenmodernisierung ist messbar: Durch die Umstellung auf den Batteriebetrieb lassen sich auf den nicht vollständig elektrifizierten Streckenabschnitten jährlich rund 500.000 Liter Diesel einsparen. Dies entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen um etwa 1.200 Tonnen.

Potenzial des Rahmenvertrags

Bei der aktuellen Order handelt es sich um den zweiten Abruf aus einem großvolumigen Rahmenvertrag, den beide Parteien im Juli 2023 geschlossen haben. Dieser umfasst ein Gesamtvolumen von bis zu 120 Fahrzeugen. Nach einer ersten Tranche von 16 Einheiten füllt dieser Nachschlag die Auftragsbücher weiter.

An der Börse sorgte die operative Entwicklung zuletzt jedoch nicht für Kaufimpulse. Die Stadler-Aktie rutschte am Freitag um 3,46 Prozent auf 20,62 Euro ab und nähert sich damit ihrem 52-Wochen-Tief von 20,12 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier einen Rückgang von über elf Prozent.

Die schrittweise Abarbeitung des ÖBB-Vertrages liefert Stadler Rail dennoch eine hohe Visibilität für die zukünftigen Umsätze im Regionalverkehr. Da CO2-Vorgaben bei europäischen Ausschreibungen immer stärker ins Gewicht fallen, positioniert sich das Unternehmen mit der praxiserprobten FLIRT-Plattform aussichtsreich für die Bestellung der verbleibenden 97 Züge aus dem österreichischen Rahmenkontingent.

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