Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail kombiniert Projektabschluss mit strategischer Neuausrichtung: Im Februar 2026 ging die Auslieferung von 46 Metro-Zügen nach Nordengland zu Ende – gleichzeitig nahm das neue Software-Joint-Venture in Portugal den Betrieb auf. Während das Unternehmen operativ Meilensteine setzt, rückt der Jahresbericht für 18. März in den Fokus.

Tyne & Wear: Flottenmodernisierung abgeschlossen

Alle 46 Class-555-Züge für das Tyne-and-Wear-Metro-Netz wurden geliefert. Betreiber Nexus nahm den letzten Zug am 21. Februar im Depot Gosforth entgegen und schloss damit eine dreijährige Lieferphase ab. Das 362-Millionen-Pfund-Projekt gilt als größtes und komplexestes in der Geschichte des nordenglichen Metro-Netzes.

Jeder Zug legte 1.800 Meilen per Lokomotive durch Kontinentaleuropa und den Kanaltunnel zurück. Die Fahrzeuge verfügen über Klimaanlage, 44 CCTV-Kameras, mobile Ladepunkte und automatische Schiebetrittstufen an jeder Tür – entwickelt auf Basis von 23.000 Kundenrückmeldungen. Nexus plant, bis Sommer den vollständigen Fahrplan mit der neuen Flotte zu betreiben. Die alten Züge sollen bis Frühsommer außer Dienst gehen.

Software-Joint-Venture mit 51-Prozent-Beteiligung

Parallel zur Auslieferung in England strukturiert Stadler das Digitalgeschäft neu. Das Joint Venture Stadler Digital Labs (STADL) mit dem portugiesischen Partner Critical Software ist seit Februar operativ. Die Beteiligungsstruktur: 51 Prozent Stadler, 49 Prozent Critical Software.

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STADL startet mit 100 Mitarbeitenden in Lissabon und Coimbra. Das Unternehmen soll innerhalb von drei Jahren auf 300 Beschäftigte wachsen und digitale Engineering-Lösungen, sicherheitskritische Systeme sowie Cybersecurity für Stadlers globale Bahnoperationen liefern. Critical Software bringt Expertise in Software-Engineering und digitalen Lösungen ein.

Auftragsreiches Umfeld im Februar

Der laufende Monat brachte weitere Geschäftsabschlüsse: Ein Konsortium aus Siemens und Stadler sicherte sich den Auftrag für vollautomatisierte Züge für S-Bane Kopenhagen – Gesamtvolumen rund 3 Milliarden Euro. Wenige Tage später folgte ein Vertrag über 35 dieselelektrische Lokomotiven für die türkische Eisenbahngesellschaft TCDD Taşımacılık.

Neue Gesichter im Verwaltungsrat

Zur Generalversammlung am 5. Mai 2026 steht eine personelle Erneuerung an. Die langjährigen Verwaltungsratsmitglieder Christoph Franz und Wojciech Kostrzewa treten nicht mehr an. Als Nachfolger schlägt Stadler Sabrina Soussan vor, ehemalige Co-CEO der Siemens Mobility Division, sowie Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence and Space.

Der Jahresbericht am 18. März wird zeigen, ob sich die operative Dynamik in den Finanzkennzahlen niederschlägt. Besonders im Fokus: Die angestrebte Margensteigerung und die Entwicklung der Lieferketten nach den Naturkatastrophen 2024.

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