Der Schweizer Bahnhersteller Stadler Rail meldet einen der größten Aufträge seiner Unternehmensgeschichte. Gemeinsam mit Siemens Mobility wird das Unternehmen die Kopenhagener S-Bahn revolutionieren – mit vollautomatischen Zügen ohne Lokführer. Zeitgleich setzt Stadler auch in der Heimat neue Maßstäbe.

Die wichtigsten Fakten:

  • Dänemark-Deal: Mindestens 226 fahrerlose S-Bahnen plus 30 Jahre Wartung
  • Vertragsvolumen: Rund 3 Milliarden Euro
  • Schweizer Premiere: Erster teilautomatisierter Zugbetrieb gestartet
  • Zusatzgeschäft: 93 modernisierte Züge für Ungarn

Kopenhagen setzt auf fahrerlose Züge

Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) haben sich für ein Konsortium aus Siemens Mobility und Stadler Rail entschieden. Der Auftrag umfasst mindestens 226 elektrische Triebzüge für vollautomatischen Betrieb ohne Fahrer (GoA4). Jeder vierteilige Zug wird 56 Meter lang, bietet 156 Sitzplätze und erreicht 120 km/h.

Der Passagierbetrieb soll 2032 auf der Linie F zwischen Kopenhagen Süd und Hellerup beginnen. Bis 2040 plant Dänemark die vollständige Automatisierung des 170 Kilometer langen S-Bahn-Netzes. Die 30-jährige Wartungsvereinbarung sichert Stadler langfristige Umsätze.

Technologie-Meilenstein in der Schweiz

Ende Januar nahm die Waldenburgerbahn im Kanton Basel-Landschaft als erste Schweizer Bahn den teilautomatisierten Betrieb (GoA2) auf. Die Zulassung durch das Bundesamt für Verkehr erfolgte im Dezember 2025.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Stadler Rail?

Die Technologie basiert auf Stadlers NOVA Pro-Zugsicherungssystem, das Fahren, Bremsen und Haltestellenstopps automatisiert. Ein Lokführer überwacht den Betrieb. Für Stadlers Signalling-Sparte bedeutet dies eine wichtige Referenz im wachsenden Markt für digitale Bahntechnik.

Weitere Geschäftsaktivitäten

Stadler übernimmt 93 Gelenktriebzüge vom Schweizer Betreiber Thurbo, modernisiert diese und verkauft sie an die Ungarischen Staatsbahnen (MÁV) weiter. Laut Stadler entstehen dadurch 14.000 neue Sitzplätze. Arriva Nederland bestellte zudem fünf weitere FLIRT-Züge.

Zahlen und Ausblick

Die Stadler Rail Aktie notiert bei 21,26 Euro und hat seit Jahresanfang 18,5 Prozent verloren. Der Titel bewegt sich damit unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts von 22,23 Euro. Am 18. März folgt der Jahresbericht 2025. Dann wird sich zeigen, wie sich die Auftragserfolge auf EBIT-Marge und Auftragsbestand ausgewirkt haben. Im März steht zudem der geplante Betriebsstart der neuen SMILE-Züge bei der österreichischen WESTbahn an.

Stadler Rail-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stadler Rail-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Stadler Rail-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stadler Rail-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Stadler Rail: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...