Die Aktie der SoftBank Group legte an der Tokioter Börse zweistellig zu. Gleich zwei Entwicklungen trieben den Kurs: Die Telekom-Tochter hob ihre Prognose an, während Chip-Designer Arm Holdings mit Rekordzahlen überzeugte. Zusätzlichen Rückenwind lieferte die politische Großwetterlage in Japan, die auf verstärkte KI-Förderung hindeutet.

Am Dienstag schloss die Aktie mit einem Plus von rund 10,7 Prozent bei 4.705 JPY. Anleger honorierten die starken Zahlen aus den beiden Kernbeteiligungen – und positionieren sich vor dem Quartalsbericht der Holding, der am 12. Februar ansteht.

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Telekom-Sparte hebt Prognose an

Den ersten Impuls setzte die heimische Telekommunikationseinheit SoftBank Corp. Das Unternehmen schraubte seine Jahresprognose nach oben: Der Umsatz soll nun 6,95 Billionen JPY erreichen, der operative Gewinn 1,02 Billionen JPY – für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026.

Die Zahlen der ersten neun Monate (April bis Dezember 2025) untermauern diesen Optimismus. Umsatz und operatives Ergebnis stiegen jeweils um acht Prozent auf 5,2 Billionen JPY beziehungsweise 884 Milliarden JPY. Der Nettogewinn legte um elf Prozent auf 485,5 Milliarden JPY zu. Das Management verwies auf anhaltendes Wachstum im Unternehmenskundengeschäft und stabile Mobilfunkerlöse. Belastungen durch einen Cyberangriff bei einer Tochtergesellschaft wurden dabei absorbiert.

Arm wechselt in die KI-Spur

Noch mehr Schwung kam von Arm Holdings, an dem SoftBank mit 90 Prozent beteiligt ist. Der britische Chip-Designer meldete für sein drittes Geschäftsquartal einen Rekordumsatz von 1,24 Milliarden Dollar. CEO Rene Haas betonte eine markante Verschiebung im Geschäftsmix: Die Erlöse aus dem Rechenzentrumsgeschäft haben sich mehr als verdoppelt.

Zentrale Entwicklungen bei Arm:

  • Rechenzentren auf dem Weg zum größten Geschäftsbereich – vor Mobilfunk
  • Hyperscaler setzen verstärkt auf Arm-basierte Custom-Chips
  • Direkter Profiteur des globalen KI-Infrastrukturausbaus
  • Hohe Bewertung stützt den Nettovermögenswert (NAV) der SoftBank Group

Politischer Rückenwind aus Tokio

Die Marktstimmung profitierte zudem von der politischen Konstellation in Japan. Der Wahlsieg von Sanae Takaichi wird von Investoren als Signal für eine intensivere staatliche Förderung von KI und Innovation gewertet. Diese Erwartung trug zu einer breiteren Rally des Nikkei-Index bei, der zuletzt neue Höchststände testete.

Am 11. Februar wurde zudem eine strategische Partnerschaft zwischen TrueBusiness und SoftBank bekannt, die die KI-Nutzung im Unternehmenssektor vorantreiben soll – ein weiterer Beleg für die Neuausrichtung der Gruppe auf künstliche Intelligenz.

Blick auf die Konzernzahlen

Am 12. Februar folgen die konsolidierten Quartalsergebnisse der SoftBank Group. Investoren erwarten Aufschluss darüber, wie sich die Bewertungsgewinne bei Arm und die stabilen Cashflows der Telekom-Sparte in der Konzernbilanz niederschlagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der etwa elfprozentigen Beteiligung an OpenAI – Analysten rechnen mit möglichen nicht realisierten Gewinnen angesichts der anhaltenden Expansion des KI-Unternehmens.

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