Der Nasdaq 100 verlor am Dienstag 0,40 Prozent auf 25.268,14 Punkte. Auslöser war ein enttäuschender US-Einzelhandelsbericht, der Zweifel am Konsum schürt. Während der Index im gestrigen Handel knapp über der 25.100er-Marke Halt fand, deutet die Futures-Entwicklung am Mittwochmorgen auf eine vorsichtige Erholung hin. Um 7:30 Uhr ET notieren die Nasdaq-100-Futures 0,18 Prozent im Plus bei 25.315 Punkten.

Kernpunkte:
- Einzelhandelsumsätze im Dezember stagnieren bei 0,0 Prozent (erwartet: +0,4 Prozent)
- VIX steigt um 3,9 Prozent – Nervosität nimmt zu
- Unterstützungszone bei 25.110 Punkten hält bislang stand
- Widerstand bei 25.415 Punkten im Fokus

Konsumflaute belastet Tech-Werte

Der Dienstag stand ganz im Zeichen einer "Risk-off"-Stimmung. Die US-Einzelhandelsumsätze blieben im Dezember unverändert – Analysten hatten mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Das Signal ist eindeutig: Hohe Zinsen dämpfen offenbar die Kauflust der Verbraucher. Besonders hart traf es Konsumaktien und diskretionäre Titel.

Der Index eröffnete unter Druck und fiel zwischenzeitlich auf ein Tagestief von 25.113,43 Punkten, bevor eine leichte Erholung einsetzte. Das Handelsvolumen lag über dem 20-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen für Überzeugung auf Verkäuferseite. Vor allem Halbleiter- und Softwarewerte gerieten unter die Räder. Anhaltende Unsicherheit über die Monetarisierung von KI-Investments trieb Anleger aus hochbewerteten Wachstumstiteln in defensive Positionen.

Einzelwerte: Mikrochip-Kapriolen und Ausreißer

Die Entwicklung einzelner Indexmitglieder spiegelt die zerklüftete Marktstimmung wider:

Microchip Technology (MCHP) stand im Mittelpunkt, nachdem das Unternehmen eine aufgestockte Wandelanleihe über 800 Millionen Dollar ankündigte. Die Aktie zeigte sich im vorbörslichen Handel am Mittwoch stabil (+0,13 Prozent bei 74,51 Dollar), nachdem anfängliche Verwässerungssorgen verdaut wurden.

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Tesla (TSLA) und Axon Enterprise (AXON) trotzten dem Abwärtstrend. Tesla profitierte von erneuten spekulativen Käufen, während die übrige Tech-Landschaft unter Druck stand.

Einzelhandels- und Konsumtitel erlebten dagegen Kursverluste. Die schwachen Umsatzzahlen zwangen Investoren, ihre Gewinnerwartungen für das erste Quartal 2026 zu überdenken. Cadence Design Systems (CDNS) bildete eine Ausnahme: Die Nachfrage nach Chip-Design-Software bleibt robust.

Technische Lage: Kampf um die 25.100

Der Nasdaq 100 befindet sich in einer heiklen Konsolidierung knapp über einer wichtigen Unterstützungszone.

  • Aktuelles Niveau: 25.268,14 (Schluss 10. Februar)
  • Unterstützung: Die 25.110er-Marke (Dienstags-Tief) fungiert als erste Verteidigungslinie. Darunter wartet die psychologisch relevante 25.000er-Schwelle. Ein Bruch könnte eine Korrektur bis 24.880 Punkte auslösen.
  • Widerstand: Bullen müssen zunächst die 25.415 überwinden, gefolgt von der steileren Trendlinie bei 25.550 Punkten.
  • Indikatoren: Der RSI (14) steht neutral bei 48,25 und lässt Raum für Bewegungen in beide Richtungen. Der Index testet aktuell seinen 50-Tage-Durchschnitt – eine Schlüsselzone für die weitere Trendrichtung.

Ausblick: Vorsichtige Erholung oder falsche Hoffnung?

Die entscheidende Frage lautet: Können Käufer die 25.100er-Unterstützung verteidigen? Der vorbörsliche Futures-Anstieg von 0,18 Prozent deutet auf eine initiale Erholung hin, doch die Überzeugung bleibt schwach.

Anleiherenditen stehen im Fokus. Die schwachen Einzelhandelsdaten drückten die Treasury-Renditen leicht – ein möglicher Rückenwind für Tech-Aktien, sofern die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe gedämpft bleibt. Allerdings könnten überraschend restriktive Aussagen von Fed-Vertretern heute frühe Gewinne schnell zunichtemachen. Die 50-Tage-Linie bleibt das Schlachtfeld der Woche.

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