Salesforce Aktie: Entlassungswelle und Führungschaos
Salesforce steht unter Druck. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei rund 191 Dollar, während das Unternehmen einen radikalen Umbau vollzieht. Rund 1.000 Stellen wurden im Februar 2026 gestrichen, gleichzeitig verlassen hochrangige Manager das Unternehmen. Die aggressive Neuausrichtung auf künstliche Intelligenz fordert ihren Tribut – und wirft Fragen zur künftigen Strategie auf.
Drastischer Personalabbau trifft Kernteams
Die Entlassungen betreffen weite Teile der Organisation. Laut Business Insider sind Marketing, Produktmanagement und Datenanalyse betroffen. Besonders brisant: Auch das Team hinter Agentforce, der KI-Plattform für autonome Agenten, wurde deutlich verkleinert. Agentforce gilt als Hoffnungsträger für das neue "AI-first"-Geschäftsmodell.
Parallel dazu krempelt CEO Marc Benioff die Führungsriege um. Adam Evans, bisheriger Chef von Agentforce, hat das Unternehmen verlassen. Sein Nachfolger wird Joe Inzerillo, der zuvor als Chief Digital Officer tätig war. Insgesamt ersetzen sechs neue oder beförderte Führungskräfte fünf ausscheidende Manager. Patrick Stokes übernimmt als Chief Marketing Officer, Iain Mulholland wird Chief Security Officer.
Interne Revolte gegen ICE-Kontakte
Zusätzlich zum operativen Umbau brodelt es in der Belegschaft. Eine Gruppe von Mitarbeitern zirkuliert einen offenen Brief, der Benioff auffordert, sich öffentlich von der US-Einwanderungsbehörde ICE zu distanzieren. Auslöser war ein Auftritt des CEOs bei einer Firmenveranstaltung in Las Vegas, bei dem er laut Wired und 404 Media scherzhaft über ICE-Agenten sprach, die internationale Angestellte überwachen könnten.
Der Konflikt verschärft sich durch geleakte Dokumente, die zeigen, dass Salesforce der ICE seine Agentforce-Technologie für Einstellungsprozesse anbot. Die Mitarbeiter fordern klare ethische Grenzen für den Einsatz der KI-Produkte des Unternehmens.
Markt zweifelt am SaaS-Modell
Die Aktie hat in dieser Woche zeitweise die Marke von 187 Dollar getestet – den tiefsten Stand seit einem Jahr. Die Spanne der vergangenen zwölf Monate reicht von 185,73 bis 330,35 Dollar. Investoren sorgen sich, dass generative KI das traditionelle Lizenzmodell mit sitzplatzbasierter Preisgestaltung obsolet machen könnte.
Nicht alles läuft schlecht: Salesforce sicherte sich kürzlich einen 5,6-Milliarden-Dollar-Vertrag über zehn Jahre mit der US-Armee. Der Deal unterstreicht die Nachfrage nach Data Cloud und KI-Lösungen im öffentlichen Sektor.
Am 25. Februar 2026 folgen die Zahlen zum vierten Quartal. Dann wird sich zeigen, ob die Umstrukturierung erste finanzielle Früchte trägt – oder ob die Turbulenzen das Geschäft stärker belasten als erwartet.
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