SoftBanks Aktie gerät im Januar deutlich unter Druck. Nach dem starken Lauf im Jahr 2025 haben die Papiere seit Jahresbeginn rund 15 % verloren und ein neues Monatstief markiert. Die Korrektur fällt in eine Phase erhöhter Marktvolatilität und trifft den Titel direkt nach einem Aktiensplit.

Deutlicher Rückgang nach Aktiensplit

Die Aktien schlossen gestern in Tokio bei 4.010 Yen und damit auf dem bisherigen Tief des Monats. Anfang Januar hatte der Kurs noch ein Hoch bei 4.735 Yen erreicht. Seitdem dominiert Gewinnmitnahme und Risikoabbau.

Wichtige Januar-Daten im Überblick:

  • Monatshoch: 4.735 Yen (6. Januar)
  • Monatstief: 4.010 Yen (16. Januar)
  • Rückgang vom Hoch: ca. 15 %
  • Handelsvolumen: 464,4 Mio. Aktien (seit Monatsbeginn)

Zum 1. Januar trat ein 4:1-Aktiensplit in Kraft, der die Stückzahl vervielfacht und den Kurs optisch verbilligt hat. Die Maßnahme sollte die Aktie für Privatanleger leichter zugänglich machen. Der Rückgang fällt allerdings in eine Phase steigender Unsicherheit an den Märkten, was den Effekt des Splits auf die Nachfrage klar dämpft.

Auch in den USA spiegeln die ADRs (SFTBY) die Schwäche wider. Sie schlossen gestern im OTC-Handel bei 12,55 US-Dollar, ein Minus von 1,10 % auf Tagessicht und deutlich unter den rund 14,80 US-Dollar zum Jahresstart.

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Fokus auf KI-Offensive

Parallel zum Kursrückgang treibt SoftBank seine KI-Strategie weiter mit hohem Tempo voran. Ende 2025 wurden mehrere große Transaktionen abgeschlossen:

    1. Dezember 2025: Zusätzliche 22,5 Mrd. US-Dollar Investment in OpenAI
    1. Dezember 2025: Ankündigung der Übernahme von DigitalBridge für 4 Mrd. US-Dollar zur Skalierung von KI-Infrastruktur
    1. November 2025: Abschluss der Übernahme von Ampere Computing Holdings LLC
    1. November 2025: Start des Joint Ventures „SB OAI Japan“ mit OpenAI

Diese Schritte zielen darauf ab, SoftBank im Bereich künstliche Intelligenz und Infrastruktur zentral zu positionieren. Das spiegelt sich auch im Analysteninteresse wider: BTIG nahm die Aktie am 6. Januar 2026 mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 5.400 Yen in die Bewertung auf. Begründet wurde dies mit der aus Analystensicht besonderen Stellung des Konzerns in KI und Robotik.

Bilanzstärke aus Vision Fund und OpenAI

Mit Blick nach vorn rücken die Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 in den Mittelpunkt. Der Konzern will die Ergebnisse am 12. Februar vorstellen. Dann dürfte es neue Details zur Entwicklung des Vision Fund und zu den jüngsten KI-Investitionen geben.

Die zuletzt gemeldeten Zahlen hatten deutlich angezogen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 (veröffentlicht im November 2025) erzielte SoftBank einen Nettogewinn von 16,6 Mrd. US-Dollar und damit mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber waren Bewertungsgewinne auf die OpenAI-Beteiligung. Der Vision Fund verbuchte in diesem Zeitraum Investitionserträge von 3,5 Billionen Yen.

Technisches Bild eingetrübt

Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie kurzfristig in einem klaren Abwärtstrend. Der Kurs hat wichtige Unterstützungen aus den ersten Januartagen nach unten durchbrochen und notiert nun am Monatstief. Marktteilnehmer achten nun darauf, ob sich vor der anstehenden Quartalsvorlage eine Stabilisierung durchsetzt.

Die 52-Wochen-Spanne der in Tokio gelisteten Papiere liegt – splitbereinigt – zwischen 1.432,5 und 6.923,8 Yen. Diese große Bandbreite verdeutlicht die hohe Schwankungsintensität, die die Aktie im Zuge der laufenden KI-Investitionsphase begleitet hat. Wie die kommenden Quartalszahlen die Wahrnehmung dieser Strategie beeinflussen, wird sich mit dem Bericht Mitte Februar konkret zeigen.

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