SoftBank Group Aktie: Riskante Manöver
SoftBank spielt am heutigen Dienstag mit hohem Einsatz. Während die Tochtergesellschaft PayPay den wohl größten US-Börsengang eines japanischen Unternehmens vorbereitet, warnt die Ratingagentur S&P Global vor finanziellen Engpässen. Der Grund für die wachsende Skepsis der Kreditwächter ist eine massive Investitionsoffensive, die die Bilanz des Konzerns zunehmend strapaziert.
Historischer IPO in turbulenten Zeiten
PayPay, ein Joint Venture zwischen SoftBank und Yahoo Japan, startete gestern offiziell die Roadshow für das geplante Listing an der Nasdaq. Mit einer angestrebten Bewertung von bis zu 13,4 Milliarden US-Dollar und einem Emissionsvolumen von rund 1,1 Milliarden US-Dollar wäre dies der bedeutendste Börsengang eines japanischen Konzerns in den Vereinigten Staaten.
Die Preisspanne für die Hinterlegungsscheine (ADS) wurde auf 17 bis 20 US-Dollar festgesetzt. Trotz des aktuell volatilen Marktumfelds, das andere Kandidaten zuletzt zu Verschiebungen zwang, hält PayPay am Zeitplan fest. Das Unternehmen, das Ende 2025 rund 72 Millionen Nutzer zählte, plant die finale Preisfestsetzung für den 11. März. Ankerinvestoren wie Visa und Staatsfonds aus dem Nahen Osten haben bereits Interesse signalisiert.
S&P senkt den Daumen
Die ehrgeizigen Expansionspläne haben jedoch eine Kehrseite. Parallel zum IPO-Start senkte S&P Global den Kreditausblick für die SoftBank Group von "stabil" auf "negativ". Die Bonitätswächter reagieren damit direkt auf eine geplante Zusatzinvestition von 30 Milliarden US-Dollar in den KI-Vorreiter OpenAI.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?
Durch diesen Schritt würde das Gesamtengagement von SoftBank bei den Machern von ChatGPT auf 64,6 Milliarden US-Dollar ansteigen, was einer Beteiligung von etwa 13 Prozent entspricht. S&P bestätigte zwar das Rating "BB+", warnte jedoch, dass diese Konzentration auf ein einzelnes Asset die Liquidität binden und das Risikoprofil des Konzerns verschlechtern könnte. Die Finanzierung soll zunächst über Brückenkredite erfolgen.
Alles auf die Karte KI
Diese Entwicklungen unterstreichen den radikalen Schwenk der Strategie unter CEO Masayoshi Son. Laut Unternehmensangaben sind inzwischen 60 Prozent der Vermögenswerte auf künstliche Intelligenz ausgerichtet. Diese Fokussierung zeigte zuletzt bilanzielle Erfolge: Dank Bewertungsgewinnen im Vision Fund und bei der OpenAI-Beteiligung verbuchte SoftBank im dritten Geschäftsquartal einen Nettogewinn von rund 1,6 Milliarden US-Dollar – eine klare Wende gegenüber den Verlusten im Vorjahreszeitraum.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Strategie aufgeht. Mit der für den 11. März geplanten Preisfestsetzung des PayPay-Börsengangs und der vertraglich fixierten Milliardenzahlung an OpenAI hat SoftBank Fakten geschaffen, die den Konzern langfristig an den Erfolg des KI-Sektors binden.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 4. März liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








