Ripple schraubt an der Infrastruktur – und zwar nicht im Kleinen. Die Payments-Sparte wird zu einer „Full-Stack“-Plattform ausgebaut, die Unternehmen grenzüberschreitende Zahlungen über einen Anbieter abwickeln lässt. Das klingt nach Rückenwind fürs Ökosystem, steht aber auffällig neben einem weiterhin angeschlagenen Token-Kurs.

Ripple Payments wird zur Komplett-Plattform

Ripple erweitert „Ripple Payments“ zu einer integrierten Infrastruktur, mit der Unternehmen Geld einsammeln, halten, tauschen und auszahlen können – sowohl in klassischen Währungen als auch in Stablecoins. Der Kern der Nachricht: Statt einzelne Bausteine über mehrere Dienstleister zu kombinieren, soll ein durchgängiger Workflow aus einer Hand möglich werden.

Technisch bündelt Ripple dafür Funktionen wie Custody (verwahrte Bestände), Treasury-Automatisierung, virtuelle Konten, Umtausch und Settlement in einem System. Rückenwind kommt auch aus den jüngsten Zukäufen Palisade und Rail: Damit verweist Ripple auf verwaltete Verwahrung, schnelle Transaktionssignaturen, Wallet-Bereitstellung im großen Maßstab und automatisches „Sweeping“ von Geldern auf operative Konten.

Laut Unternehmen ist der Service inzwischen in mehr als 60 Märkten live, hat über 100 Milliarden US-Dollar Volumen verarbeitet und stützt sich auf mehr als 75 Lizenzen. Damit zielt Ripple vor allem auf Banken, Zahlungsanbieter und Fintechs, die regulierte Infrastruktur für internationale Zahlungen suchen.

Wer nutzt das schon – und wofür?

Ripple nennt mehrere bestehende Nutzer, darunter Corpay, AMINA Bank, Banco Genial, MassPay, alfred, AltPayNet, CambioReal und ECIB. Die Anwendungsfälle reichen von Stablecoin-zu-Fiat-Transfers über Auszahlungen aus Brasilien bis hin zu grenzüberschreitenden Unternehmenszahlungen im Asien-Pazifik-Raum.

Ein konkretes Beispiel: Corpay setzt laut Ripple verwaltete Verwahrung und Liquiditätsfunktionen ein, um Positionen in APAC mit RLUSD zu finanzieren und abzuwickeln. AMINA Bank – eine FINMA-regulierte Schweizer Kryptobank – nutzt Ripple Payments für nahezu in Echtzeit laufende Cross-Border-Flows für institutionelle und „crypto-native“ Kunden und ist damit laut Ripple die erste europäische Bank auf der Plattform. MassPay wiederum verwendet das Netzwerk für Auszahlungen in mehr als 100 Länder, Banco Genial für Auslandszahlungen aus Brasilien.

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Token-Kurs und Geschäft: zwei verschiedene Geschichten?

Ripple betont, dass das Wachstum des Payments-Geschäfts weitgehend unabhängig vom XRP-Spotpreis läuft. Genau hier liegt die Spannung: Kann ein stärkerer institutioneller Fußabdruck irgendwann auch den Token stützen?

Im Markt zeigt sich davon bislang wenig. XRP notiert heute bei 1,35 USD und liegt seit Jahresbeginn bei -28,06%. Gleichzeitig meldet Ripple operatives Momentum und verweist auf den Stablecoin-Boom: Das Unternehmen beziffert das jährliche Stablecoin-Transaktionsvolumen global auf 33 Billionen US-Dollar im Vorjahr; Stablecoins stünden inzwischen für 30% des Onchain-Transaktionsvolumens.

Parallel lief Anfang der Woche auch der monatliche Escrow-Prozess: Nach dem üblichen Muster wurden zum Monatsstart zunächst XRP freigegeben und anschließend wieder ein großer Teil gesperrt. Für März wurden dabei 700 Millionen XRP erneut in Escrow gelegt (aufgeteilt in zwei Transfers über 500 Millionen und 200 Millionen XRP). Zudem meldet der Bericht einen deutlichen Anstieg der Ledger-Transaktionen auf 200.000 am 2. März – während der Preis unter wichtigen Widerständen festhänge.

Zum Ausbau des Ökosystems verweist Ripple außerdem auf mehr als 550 Millionen US-Dollar an Förderung seit 2017 und kündigt für 2026 eine neue regionale Einheit „XRP Asia“ an. Das Universitätsprogramm UDAX soll 2026 zudem auf Standorte in São Paulo und Oxford ausgeweitet werden.

Im Ergebnis setzt Ripple 2026 klar auf breitere, stärker verteilte Infrastruktur- und Förderstrukturen – doch ein struktureller Preiseffekt für XRP hängt laut Text erst dann in der Luft, wenn Nutzung, Transaktionswachstum und eine tiefere Einbindung von XRP in Zahlungs- oder Tokenisierungsflüsse nachhaltig zunehmen.

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