SoftBank will mit seiner Zahlungs-Tochter PayPay an die Nasdaq – und das in einer Größenordnung, die für japanische Unternehmen in den USA selten ist. Bis zu 1,1 Milliarden Dollar soll der Börsengang einbringen, bei einer angepeilten Bewertung von bis zu 13,4 Milliarden Dollar. Doch hält der Zeitplan – trotz zuletzt nervöser Märkte?

So soll der Börsengang aussehen

Laut Unterlagen für die US-Börsenaufsicht bietet PayPay 31,1 Millionen American Depositary Receipts (ADRs) an. Zusätzlich verkauft eine mit Vision Fund II verbundene SoftBank-Gesellschaft 23,9 Millionen ADRs. Jedes ADR steht für eine Stammaktie.

Die Preisspanne liegt bei 17 bis 20 Dollar je ADR. PayPay will unter dem Kürzel „PAYP“ an der Nasdaq notieren. Als Konsortialführer sind Goldman Sachs, J.P. Morgan, Mizuho und Morgan Stanley genannt.

Die Preisfestsetzung ist für den 11. März geplant.

Verzögerter Start – und Ankerinvestoren

Ganz reibungslos lief die Vorbereitung nicht. PayPay verschob den Start der formellen Vermarktung, nachdem geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Stimmung an den Märkten belasteten. Auslöser waren Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran, die die Volatilität an Energie- und Anleihemärkten erhöhten.

Gleichzeitig stehen bereits sogenannte Cornerstone-Investoren bereit: Darunter eine Tochter der Qatar Investment Authority, ein Visa-Ableger sowie die Abu Dhabi Investment Authority. Zusammen signalisierten sie Interesse, bis zu 220 Millionen Dollar an Aktien aus dem Angebot zu kaufen.

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Zahlen, Nutzerbasis und SoftBanks Kontrolle

PayPay wurde 2018 als Joint Venture von SoftBank und Yahoo Japan gegründet, mit technischer Zusammenarbeit von Paytm aus Indien. Ende 2025 zählte das Unternehmen rund 72 Millionen registrierte Nutzer.

Für die neun Monate bis Dezember meldete PayPay einen Gewinn von 103,3 Milliarden Yen bei einem Umsatz von 278,5 Milliarden Yen.

Strategisch hat PayPay das Geschäft über QR-Zahlungen hinaus ausgebaut. Im April 2025 übernahm das Unternehmen die Kontrolle über PayPay Bank und PayPay Securities, um Banking-, Kredit- und Brokerage-Angebote in die App zu integrieren. Im Oktober folgte zudem eine Kapital- und Geschäftspartnerschaft mit Binance Japan, bei der PayPay einen Anteil von 40% an der Kryptobörse übernahm.

Nach dem IPO will SoftBank Group eine Stimmrechtsmehrheit von 91,8% an PayPay behalten.

IPO im Schatten der KI-Offensive

Der Börsengang fällt in eine Phase, in der SoftBank seine Ausrichtung stärker auf KI-Investments betont. OpenAI sicherte sich neue Finanzierung in Höhe von 110 Milliarden Dollar, darunter 30 Milliarden Dollar von SoftBank. SoftBank erklärte, der Schritt erhöhe das Gesamtinvestment in OpenAI auf 64,6 Milliarden Dollar und hebe den Anteil auf rund 13%.

Finanziell zeigte sich der Effekt bereits im Vision Fund: Im Dezember-Quartal meldete SoftBank dort einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar. Ein Wertzuwachs der OpenAI-Beteiligung sollte dabei Verluste anderer Investments ausgleichen. Für das dritte Geschäftsquartal bezifferte SoftBank den Bewertungsgewinn aus OpenAI auf 4,2 Milliarden Dollar. CFO Yoshimitsu Goto sagte im Februar, 60% der Vermögenswerte seien inzwischen „ASI-orientierte Investments“.

Separat lieferte auch die Telekom-Tochter starke Zahlen: In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 stieg der Umsatz von SoftBank Corp um 8% auf 5,2 Billionen Yen, der operative Gewinn ebenfalls um 8% auf 884 Milliarden Yen. Das Unternehmen hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 6,95 Billionen Yen (zuvor 6,7 Billionen) an und erhöhte das Ziel für den operativen Gewinn auf 1,02 Billionen Yen.

Zum nächsten Fixpunkt wird der 11. März: Dann soll der Ausgabepreis für PayPay festgelegt werden – auf dieser Basis entscheidet sich, ob das bis zu 1,1 Milliarden Dollar schwere Angebot in einem schwankungsanfälligen IPO-Markt wie geplant durchzieht.

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