Siemens-Energy- vs. Nordex-Aktie: Energie-Gigant gegen Wind-Spezialist
Der Energiemarkt steht Kopf – und mittendrin kämpfen zwei deutsche Unternehmen um die Gunst der Anleger. Auf der einen Seite der diversifizierte Energietechnik-Riese Siemens Energy, auf der anderen der fokussierte Windkraft-Spezialist Nordex. Beide wollen vom Megatrend Dekarbonisierung profitieren. Doch wer hat die besseren Karten?
Breit aufgestellt oder fokussiert – welche Strategie gewinnt?
Siemens Energy fährt die klassische Großkonzern-Strategie: Von Gas-Services über Netztechnologien bis zur Windkraft durch die Beteiligung an Siemens Gamesa deckt das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette ab. Diese Diversifikation verteilt Risiken und eröffnet Chancen in mehreren Wachstumsmärkten gleichzeitig.
Nordex setzt dagegen alles auf eine Karte: Onshore-Windkraft. Mit rund 50 GW installierter Gesamtleistung hat sich das Unternehmen als globaler Player etabliert. Die Stärke liegt in der Spezialisierung – schnellere Entscheidungen, tiefere Expertise, höhere Agilität als ein Tanker wie Siemens Energy.
Innovation: Patent-Gigant gegen Nischen-Champion
Bei der Innovationskraft zeigt sich der Größenunterschied deutlich. Siemens Energy sitzt auf einem gewaltigen Patentportfolio von über 24.000 Patenten weltweit. Die Forschung erstreckt sich von Gasturbinen über Netztechnologie bis hin zu grünem Wasserstoff. Partnerschaften mit Tech-Größen wie Microsoft und Nvidia im KI-Bereich verstärken die Innovationspipeline zusätzlich.
Nordex bringt es auf rund 1.500 Patente – deutlich weniger, aber hochspezialisiert. Die Forschung konzentriert sich gezielt auf Rotorblatt-Designs und Steuerungssysteme. Während Siemens Energy durch Masse und Breite überzeugt, punktet Nordex mit Tiefe in seiner Nische.
Wachstumsdynamik: Wer legt stärker zu?
Beide Unternehmen zeigen positive Trends, jedoch mit unterschiedlicher Dynamik:
| Kennzahl | Siemens Energy | Nordex |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum 2025 (erwartet) | 13-15% | 1-8% |
| Umsatzwachstum 2026 (Prognose) | 11-13% | k.A. |
| Gewinnwachstum p.a. (Analysten) | >26% | variabel |
| Auftragsbestand | 138 Mrd. € | wachsend |
Siemens Energy hat nach der Restrukturierung eine beeindruckende Wende hingelegt und die Prognosen zuletzt sogar angehoben. Der gigantische Auftragsbestand von 138 Milliarden Euro sorgt für Planungssicherheit.
Nordex steigerte den Umsatz 2024 um 12,5% auf 7,3 Milliarden Euro und verbesserte die Profitabilität deutlich. Das EBITDA erreichte 296 Millionen Euro. Für 2025 peilt das Management einen Umsatz zwischen 7,4 und 7,9 Milliarden Euro an. Der Haken: Das Wachstum hängt stark vom zyklischen Projektgeschäft ab.
Die Bewertungsfrage: Wer ist günstiger?
Die Börse bewertet beide Aktien unterschiedlich – und das hat Gründe. Nordex weist mit einem PEG-Ratio von etwa 0,22 eine auffällig niedrige Bewertung im Verhältnis zum erwarteten Wachstum auf. Das deutet auf Schnäppchenpotenzial hin – oder auf berechtigte Skepsis des Marktes.
Siemens Energy wird höher bewertet, was die breitere Marktpositionierung und die höhere Profitabilität widerspiegelt. Die aktuelle Bewertung preist bereits eine erfolgreiche Fortsetzung des Wachstumskurses ein. Bei Nordex dominiert noch die Hoffnung auf einen nachhaltigen Turnaround.
Risiko-Check: Wer übersteht Stürme besser?
Hier punktet Siemens Energy klar. Die Diversifikation macht den Konzern weniger anfällig für Probleme in einzelnen Segmenten. Der massive Auftragsbestand garantiert stabile Cashflows über Jahre hinweg.
Nordex ist als reiner Windturbinenhersteller dem intensiven Wettbewerb und Preisdruck stärker ausgesetzt. Projektverzögerungen oder steigende Rohstoffpreise schlagen direkt auf die Margen durch. Immerhin: Der wachsende Service-Anteil stabilisiert die Einnahmen zunehmend.
Fazit: Sicherheit oder Chance?
Der Vergleich offenbart zwei grundverschiedene Investment-Profile. Siemens Energy bietet das stabilere Gesamtpaket: breite Diversifikation, gigantischer Auftragsbestand, starkes Momentum und solide Wachstumsaussichten. Die höhere Bewertung erscheint durch die Qualität gerechtfertigt.
Nordex lockt mit einer günstigeren Bewertung und dem Charme des fokussierten Spezialisten. Wer an den Onshore-Wind-Boom glaubt und höhere Volatilität akzeptiert, findet hier Turnaround-Potenzial. Das Risiko ist allerdings ebenfalls höher.
Für risikobewusste Anleger, die vom Energiewende-Megatrend profitieren wollen, erscheint Siemens Energy als die solidere Wahl. Nordex bleibt die spekulativere Alternative für Investoren mit höherer Risikobereitschaft und Überzeugung in die reine Windkraft-Story.
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