Ein Plus von gut 2,87% schaffte nun die Aktie von Siemens Energy am Mittwoch. Sie ist mit rund 141 Mrd. Euro nun quasi oder annähernd so teuer wie nie zuvor. Die Verluste vom Vortag sind wieder Geschichte. Angesichts dieser Nähe zum Allzeithoch befinden sich die meisten Investoren deutlich im Plus. Größerer Verkaufsdruck entsteht in solchen Konstellationen erfahrungsgemäß selten.

Seit Jahresbeginn legte die Aktie um gut 38 % zu. Der Anstieg basiert nicht allein auf der Marktstimmung, sondern auf den jüngst gemeldeten Geschäftszahlen. Im ersten Quartal meldete das Unternehmen einen Auftragseingang von 17,6 Milliarden Euro. Dieser Wert lag rund 22 % über dem Konsens der Analysten, was beeindruckend gut ist. Besonders stark entwickelte sich das Servicegeschäft im Bereich Gasturbinen.

Siemens Energy: Die Zahlen stimmen einfach!

Die Nachfrage kommt aus zwei Richtungen. Rechenzentren benötigen leistungsfähige Energieinfrastruktur, um ihren steigenden Strombedarf zu decken. Gleichzeitig investieren Versorgungsunternehmen in flexible Kraftwerkslösungen. Die Berenberg Bank verweist darauf, dass beide Kundengruppen ihre Budgets ausweiten. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Großaufträge im Gasdienstleistungssegment.

Der hohe Auftragseingang schlägt sich direkt im Finanzprofil nieder. Im ersten Quartal erzielte Siemens Energy einen Free Cashflow von 2,9 Milliarden Euro. Damit erreichte das Unternehmen bereits 65 % des für das Gesamtjahr prognostizierten Wertes. Diese Kennzahl spielt in vielen Bewertungsmodellen eine zentrale Rolle, da sie die finanzielle Leistungsfähigkeit widerspiegelt.

Die starke Entwicklung rückt auch die bevorstehende Jahreshauptversammlung am 26. Februar in den Fokus. Dort wird das Management den Aktionären Rede und Antwort stehen. Investoren erwarten detaillierte Aussagen zu Projektpipeline, Margenentwicklung und strategischer Ausrichtung. Nach dem überzeugenden Jahresauftakt richtet sich der Blick auf die Frage, ob das Unternehmen den positiven Trend in den kommenden Quartalen fortsetzen kann. Die technischen Analysten zumindest meinen ja.