Nach dem heftigen Rücksetzer von den Rekordhochs im Januar schöpfen Platin-Anleger wieder Hoffnung. Eine Kombination aus starken Unternehmenszahlen der Förderindustrie und wachsenden geopolitischen Spannungen treibt das Edelmetall zurück nach oben. Doch reicht das fundamentale Defizit am physischen Markt aus, um den Aufwärtstrend dauerhaft zu festigen?

Rekordgewinne bei den Minenbetreibern

Besonders die Produzenten profitieren von der Preisentwicklung der vergangenen Monate. Der südafrikanische Branchenriese Sibanye Stillwater verdeutlicht die aktuelle Ertragskraft mit der Ankündigung der ersten Dividendenausschüttung seit 2023. Das Unternehmen plant, rund 229 Millionen US-Dollar an seine Aktionäre auszuschütten, nachdem sich die bereinigten Gewinne im abgelaufenen Jahr fast vervierfacht haben.

Bei Förderkosten zwischen 950 und 1.050 US-Dollar pro Unze erzielen die Produzenten in Südafrika derzeit außergewöhnlich hohe Margen. Da dort über 70 Prozent der weltweiten Förderung stattfinden, bleibt das Land der entscheidende Faktor für die Angebotsseite und die Rentabilität des gesamten Sektors.

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Knappes Angebot trifft auf Krisenangst

Neben den robusten Unternehmensbilanzen stützen fundamentale Engpässe den Kurs. Laut Daten des World Platinum Investment Council decken die weltweiten oberirdischen Vorräte derzeit nur noch die Nachfrage von etwa fünf Monaten. Zusätzlichen Schub verleihen die Spannungen im Nahen Osten, die traditionell die Flucht in Sachwerte fördern.

Dieser Trend spiegelt sich auch in den wirtschaftlichen Rahmendaten wider: Während die allgemeinen Erzeugerpreise zuletzt sanken, stiegen jene für Edelmetalle im Vorjahresvergleich um massive 68,2 Prozent. Zudem wächst der Bedarf jenseits der klassischen Automobilindustrie, da Platin verstärkt als Schlüsselkomponente in der Wasserstoffwirtschaft eingesetzt wird.

Charttechnik signalisiert neues Momentum

Technisch betrachtet hat die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar dem jüngsten Verkaufsdruck erfolgreich standgehalten. Mit einem Plus von 4,10 Prozent kletterte das Edelmetall am Freitag auf einen Schlusskurs von 2.171,40 US-Dollar. Damit konnte Platin auf Sicht von sieben Tagen einen Zuwachs von 5,02 Prozent verbuchen.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 52,1 deutet darauf hin, dass der Markt trotz der jüngsten Erholung noch nicht überhitzt ist. Die fundamentale Unterversorgung und die hohe Profitabilität der Minen bilden derzeit eine solide Basis für den Preis. Der nächste entscheidende Meilenstein für eine Fortsetzung der Rally ist das Überwinden des 50-Tage-Durchschnitts bei 2.270,87 US-Dollar, um den kurzfristigen Abwärtstrend signifikant zu brechen.

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