Während der Aktienkurs zuletzt etwas Luft holte, drückt das Management in München aufs Gaspedal. Siemens hat sein Aktienrückkaufprogramm in der vergangenen Woche signifikant beschleunigt und nutzt die Konsolidierung für massive Zukäufe. Angesichts prall gefüllter Auftragsbücher stellt sich die Frage: Unterschätzt der Markt die aktuelle Dynamik des Industriekonzerns?

Massive Zukäufe im Februar

Die aktuellen Daten sprechen eine klare Sprache: Im Zeitraum vom 16. bis 22. Februar 2026 kaufte Siemens 354.983 eigene Aktien zurück. Dies stellt eine spürbare Steigerung gegenüber den vorangegangenen Wochen dar. Zum Vergleich: Bis Mitte Februar lag das wöchentliche Volumen noch deutlich niedriger.

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Die Rückkäufe erfolgten zu Durchschnittskursen zwischen rund 234 und 245 Euro. Da die Aktie aktuell bei 238,05 Euro notiert und auf 30-Tages-Sicht etwa 6,5 Prozent abgegeben hat, nutzt der Konzern die Kursschwäche offenbar gezielt aus. Das seit Februar 2024 laufende Programm erreicht damit ein Gesamtvolumen von fast 21,8 Millionen Aktien.

KI und Datenzentren als Treibstoff

Das beschleunigte Rückkauftempo ist mehr als nur Kurspflege; es spiegelt die operative Stärke wider. Siemens hatte erst kürzlich ein starkes erstes Quartal gemeldet und den Auftragsbestand auf ein Rekordhoch von 120 Milliarden Euro geschraubt.

Besonders ein Sektor sorgt für Fantasie: Die Infrastruktur für Rechenzentren. Getrieben durch den weltweiten KI-Boom wuchs der Umsatz in diesem Bereich zuletzt um 35 Prozent. Vor allem aus den USA kommen Großaufträge, die das Wachstum befeuern. Diese Entwicklung veranlasste das Management bereits am 12. Februar, die Gewinnprognose für das Gesamtjahr (EPS pre PPA) auf 10,70 bis 11,10 Euro anzuheben.

Fazit

Siemens untermauert seine angehobene Prognose mit Taten und stützt den Kurs durch verstärkte Rückkäufe. Die Kombination aus einem Rekord-Auftragsbestand und dem boomenden Geschäft mit Datenzentren bietet ein solides Fundament. Anleger sollten nun den Blick auf die kommenden Q2-Zahlen richten, die zeigen werden, ob die Margen im Industriegeschäft mit dem Umsatzwachstum Schritt halten können.

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