JPMorgan setzt bei Siemens weiter auf Rückenwind – und rückt ausgerechnet die Software-Sparten stärker in den Mittelpunkt. Die US-Bank belässt es nicht bei einem positiven Rating, sondern hebt die Aktie mit einem Platz auf der „Analyst Focus List“ zusätzlich hervor. Was steckt hinter dem Vertrauen, obwohl der Kurs zuletzt eher nachgegeben hat?

Software als unterschätzter Hebel

In der aktuellen Studie vom Montagabend bestätigt Analyst Phil Buller die Einstufung „Overweight“ und das Kursziel von 325 Euro. Der Kern der Argumentation: Die Softwarebereiche PLM (Product Lifecycle Management) und EDA (Electronic Design Automation) seien strategisch wichtiger, als es die aktuelle Bewertung widerspiegele.

Laut JPMorgan tragen PLM und EDA derzeit rund acht Prozent zum Konzernumsatz bei. Auf vergleichbarer Basis erreichen die Einheiten zwar noch nicht die Profitabilität eigenständiger Wettbewerber. Die Marktpositionierung biete aber eine „hervorragende Ausgangslage“, um aufzuholen – vor allem mit Blick auf die stärkere Nutzung von Künstlicher Intelligenz im industriellen Umfeld.

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Warum der Kurs trotzdem schwächelte

Trotz starker Quartalszahlen und zuletzt angehobener Gewinnprognose hatte das Papier seit Ende Januar nachgegeben. JPMorgan interpretiert den Abschlag als Signal, dass der Markt den Wert der Softwaresegmente bereits abgewertet habe – und damit deren strategisches Potenzial noch nicht ausreichend einpreise.

Heute notiert die Siemens Aktie bei 239,00 Euro und liegt damit rund 8,6% unter dem 52-Wochen-Hoch von 261,55 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 6,09% zu Buche – ein Bild, das zu der im Quelltext beschriebenen Schwäche seit Ende Januar passt.

KI und Vereinfachung als Treiber

Als zusätzliche Katalysatoren nennt die Bank die Möglichkeit, KI stärker in industrielle Anwendungen zu integrieren. Außerdem sieht JPMorgan Potenzial in einer weiteren Vereinfachung der Konzernstruktur – ein Punkt, der laut Studie in der aktuellen Bewertung noch nicht vollständig reflektiert sein könnte.

Unterm Strich bleibt die Botschaft klar: JPMorgan setzt darauf, dass die Software-Schiene und mögliche strukturelle Schritte mittelfristig mehr Gewicht bekommen. Das nächste Zwischenziel ist damit weniger eine kurzfristige Kursreaktion, sondern die Frage, ob der Markt den strategischen Wert von PLM und EDA wieder höher ansetzt – JPMorgan positioniert sich dafür mit dem bestätigten Kursziel von 325 Euro eindeutig.

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