Siemens Aktie: Analysten uneins
Gegensätzliche Analystenstimmen, ein laufendes Aktienrückkaufprogramm und der Blick auf die anstehenden Quartalszahlen prägen derzeit das Bild bei Siemens. Während einige Häuser den Titel skeptischer sehen, setzen andere klar auf weiteres Wachstum – nicht zuletzt dank des Elektrifizierungstrends. Wie robust ist diese Mischung aus externem Gegenwind und internem Rückenwind?
Analystenbewertungen: Spannungsfeld statt klarer Trend
Kepler Cheuvreux hat die Einschätzung für die Siemens-Aktie von „Neutral“ auf „Reduce“ gesenkt. Die Analysten verweisen auf ein herausforderndes Umfeld für den europäischen Kapitalgütersektor. Im Kern steht damit die Sorge, dass ein insgesamt anspruchsvoller Markt auch einen solide positionierten Konzern bremst.
Deutlich positiver zeigt sich dagegen Jefferies. Die US-Investmentbank bestätigte am 26. Januar 2026 ihr „Buy“-Rating und ein Kursziel von 277 Euro. Die Experten sehen Siemens als klaren Profiteur des anhaltenden Elektrifizierungstrends und trauen dem Unternehmen zu, sich damit vom restlichen Sektor abzusetzen. Bereits zuvor hatten auch Goldman Sachs und JPMorgan im Januar eine optimistische Haltung signalisiert.
Die Folge: Anleger sehen sich keiner einheitlichen Analystenlinie gegenüber, sondern einem Spektrum von Reduzier-Empfehlung bis Kaufvotum. Der Markt spiegelt das aktuell in einer eher ruhigen Kursentwicklung wider – mit einem leichten Minus von 0,08 % heute, bei einem Kurs um 253,70 Euro.
Aktienrückkauf stützt den Kurs
Während die Analystenlage gemischt ist, setzt Siemens mit dem laufenden Aktienrückkaufprogramm ein klares Signal. In der Woche vom 19. bis 25. Januar 2026 wurden knapp 249.000 eigene Aktien zurückgekauft. Seit Start des Programms im Februar 2024 summiert sich das Volumen auf über 20,8 Millionen Anteile.
Rückkäufe verringern die Zahl der frei handelbaren Aktien und können so den Gewinn je Aktie steigern sowie den Kurs stabilisieren. Gerade in Phasen unterschiedlicher Einschätzungen von außen wirkt ein solches Programm oft als Puffer gegen stärkere Schwankungen.
Charttechnisch spiegelt sich diese Stabilität in einem Kursniveau oberhalb zentraler Durchschnittslinien wider:
Der Titel notiert rund 3,6 % über dem 50-Tage- und knapp 9,4 % über dem 200-Tage-Durchschnitt. Gleichzeitig liegt der Abstand zum 52‑Wochen-Tief von 174,74 Euro bei über 45 %, während das Hoch bei 287,96 Euro noch in Reichweite bleibt.
Die Fakten im Überblick
- Aktuelle Analystentrends (Januar 2026):
- Kepler Cheuvreux: „Reduce“
- Jefferies: „Buy“, Kursziel 277 Euro
- Unternehmensmaßnahme:
- Fortgesetztes Aktienrückkaufprogramm, über 20,8 Mio. zurückgekaufte Aktien seit Februar 2024
- Kursbild:
- Aktueller Kurs um 253,70 Euro
- Deutlicher Abstand zum 52‑Wochen-Tief, unterhalb des 52‑Wochen-Hochs
- Marktumfeld:
- Anspruchsvoller europäischer Kapitalgütersektor, gleichzeitig Rückenwind durch Elektrifizierungstrend
- Nächster Termin:
- Veröffentlichung der Q1-Zahlen des Geschäftsjahres 2026 am 12. Februar 2026
Ausblick: Quartalszahlen als nächste Wegmarke
Der 12. Februar 2026 wird zur nächsten Bewährungsprobe. Dann legt Siemens die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Im Fokus stehen vor allem die Entwicklung in den einzelnen Sparten und der Nachweis, ob der Elektrifizierungstrend sich bereits klar in Umsatz und Ergebnis niederschlägt.
Für die weitere Kursrichtung dürften drei Punkte entscheidend sein: ob Siemens die Skepsis von Kepler Cheuvreux mit robusten Zahlen entkräften kann, ob die positive Sicht von Jefferies durch konkrete Wachstumsdaten untermauert wird und ob das Rückkaufprogramm weiter als stabilisierender Faktor wirkt. Damit rückt der Februar-Termin ins Zentrum der Bewertung – sowohl für optimistische als auch für vorsichtigere Marktteilnehmer.
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