Die Aktie des Münchner Technologiekonzerns zeigt sich am Dienstagvormittag schwächer als der Gesamtmarkt, obwohl die fundamentale Nachrichtenlage durchaus positiv erscheint. Während Analysten ihre optimistischen Prognosen bekräftigen, halten sich Anleger vor den anstehenden Quartalszahlen spürbar zurück. Bietet diese Diskrepanz zwischen Analystenmeinung und aktueller Kursentwicklung eine Einstiegschance oder überwiegt die Vorsicht?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

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  • Analysten-Votum: Jefferies bestätigt „Buy“ mit Kursziel 277 Euro.
  • Dividende: Erhöhung auf 5,35 Euro vorgeschlagen.
  • Charttechnik: Aktie notiert über dem 50-Tage-Durchschnitt (244,88 €).
  • Nächster Termin: Quartalszahlen am 12. Februar 2026.

Jefferies sieht weiteres Potenzial

Ungeachtet der aktuellen leichten Kursschwäche sendet das Analysehaus Jefferies ein klares Signal der Zuversicht. Analyst Rizk Maidi bestätigte heute die Einstufung auf „Buy“ und beließ das Kursziel bei 277 Euro. Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 254,55 Euro impliziert dies ein nennenswertes Aufwärtspotenzial.

Jefferies steht mit dieser Einschätzung nicht isoliert da; auch die UBS hatte ihre Kaufempfehlung erst kürzlich erneuert. Allerdings ist das Bild nicht einheitlich: Barclays mahnt mit einem Kursziel von lediglich 195 Euro und der Einstufung „Underweight“ weiterhin zur Vorsicht. Diese unterschiedlichen Bewertungen spiegeln die Unsicherheit wider, die den Titel aktuell begleitet.

Dividende und Aktienrückkauf stützen

Fundamental wird der Kurs durch die aktionärsfreundliche Politik des Vorstands untermauert. Die geplante Dividendenerhöhung auf 5,35 Euro je Aktie setzt ein Zeichen der Stärke. Der Ex-Dividenden-Tag ist für den 13. Februar terminiert, kurz nach der Hauptversammlung.

Zusätzlich treibt Siemens sein Aktienrückkaufprogramm voran, wie die nunmehr 102. Zwischenmeldung zu den laufenden Rückkäufen belegt. Solche Maßnahmen stabilisieren in der Regel den Kurs, auch wenn Gewinnmitnahmen das kurzfristige Bild trüben können. Abseits des Tagesgeschäfts optimiert der Konzern zudem seine Strukturen: Die Verwaltung von 14 Fonds mit einem Volumen von rund 5,5 Milliarden Euro wurde an die Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe ausgelagert, um Kosten effizienter zu gestalten.

Charttechnische Situation

Der Blick auf die bereitgestellten Daten zeigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend trotz der jüngsten Konsolidierung noch intakt ist. Mit einem Kurs von zuletzt rund 254 Euro liegt die Aktie weiterhin über dem 50-Tage-Durchschnitt von 244,88 Euro.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 287,96 Euro beträgt derzeit gut 11 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass die Aktie nach ihrem starken Lauf – die 12-Monats-Performance liegt bei über 25 Prozent – eine Atempause einlegt. Solange wichtige Unterstützungszonen nicht nachhaltig unterschritten werden, bleibt das technische Bild konstruktiv.

Entscheidend für die weitere Richtung dürften nun die Quartalszahlen am 12. Februar 2026 sein. Sollte Siemens hier die Erwartungen erfüllen und einen soliden Ausblick präsentieren, könnte dies den nötigen Impuls liefern, um die Lücke zum Analystenziel von Jefferies zu schließen.

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