Siemens beweist zum Wochenstart Stärke in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Während Experten für den breiten europäischen Kapitalgütersektor kurzfristig zur Vorsicht mahnen, profitiert der Münchner Technologiekonzern von doppelter Unterstützung. Sowohl eine bestätigte Kaufempfehlung der Investmentbank Jefferies als auch massive Aktienrückkäufe durch das Management stützen den Kurs.

Die Fakten im Überblick:

  • Analysten-Votum: Jefferies bestätigt "Buy" mit Kursziel 277 Euro.
  • Rückkauf-Volumen: Knapp 249.000 Aktien in der vergangenen Woche erworben.
  • Kursentwicklung: Seit Jahresanfang (YTD) liegt die Aktie 5,58 Prozent im Plus.

Jefferies setzt auf Elektrifizierung

Das Analysehaus Jefferies & Company Inc. bekräftigte am Montag seine positive Haltung. Analyst Rizk Maidi sieht Siemens als klaren Profiteur des fortschreitenden Elektrifizierungstrends. Diese Einschätzung wiegt schwer, da der Experte für den restlichen europäischen Sektor kurzfristig eher Enttäuschungspotenzial ortet.

In der Sektoranalyse hebt Jefferies Siemens – neben Siemens Energy, Prysmian und NKT – als einen der wenigen "Nutznießer" hervor. Die Bestätigung des Kursziels von 277 Euro signalisiert Vertrauen in das Geschäftsmodell, selbst wenn das makroökonomische Umfeld herausfordernd bleibt.

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Flankenschutz durch Aktienrückkäufe

Neben den externen Stimmen sorgt das Unternehmen selbst für eine Verknappung des Angebots. Die 102. Zwischenmeldung zum laufenden Aktienrückkaufprogramm belegt, dass Siemens zwischen dem 19. und 25. Januar 2026 erneut signifikant investierte. Insgesamt 248.687 Aktien wurden über Xetra zurückgekauft, wobei die Durchschnittspreise zwischen 252,82 Euro und 257,85 Euro lagen.

Seit dem Start der Maßnahme im Februar 2024 hat der Konzern über 20,8 Millionen eigene Anteile aus dem Markt genommen. Diese konstante Nachfrage fungiert als technischer Stabilisator für den Aktienkurs.

Charttechnische Verfassung

Die Aktie notiert mit einem Schlusskurs von 254,55 Euro derzeit in einer stabilen Zone. Der Kurs hält sich damit über dem 50-Tage-Durchschnitt von 244,35 Euro, was die kurzfristig positive Tendenz unterstreicht. Zwar liegt das Papier aktuell rund 11,60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 287,96 Euro, der positive Jahresauftakt deutet jedoch auf ein anhaltendes Kaufinteresse hin.

Am 12. Februar 2026 folgen die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres. Sollten die operativen Zahlen die Zuversicht der Analysten bestätigen, könnte der Weg in Richtung der alten Höchststände wieder frei werden.

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