Rheinmetall Aktie: Satelliten-Option
Rheinmetall lotet mit OHB eine Kooperation aus, die dem Konzern den Zugang zu einem der größten Bundeswehr-Projekte im All öffnen könnte. Es geht um „SATCOMBw Stufe 4“ – ein militärisches Kommunikationsnetzwerk mit vielen Satelliten und milliardenschwerem Volumen. Doch wie realistisch ist ein Zuschlag, wenn auch Airbus mitmischt?
SATCOMBw Stufe 4: Milliardenprojekt mit Konkurrenz
OHB bestätigte am 26. Januar in einer Ad-hoc-Mitteilung „laufende Gespräche mit dem Rheinmetall-Konzern“ über eine Kooperation für mögliche Vergabeverfahren der öffentlichen Hand. Übereinstimmenden Berichten zufolge dreht sich das um die Satellitenkonstellation „SATCOMBw Stufe 4“.
Geplant ist ein Netzwerk aus mindestens 100 bis 200 Satelliten, das bis 2029 einsatzbereit sein soll. Damit will die Bundeswehr Einheiten wie Panzer, Schiffe und Soldaten vernetzen – vom Konzept her vergleichbar mit großen Kommunikationskonstellationen. Der geschätzte Auftragswert liegt bei 8 bis 10 Milliarden Euro.
Ein Selbstläufer ist das nicht: Laut Handelsblatt hat auch Airbus Interesse angemeldet. Zudem verweist das Verteidigungsministerium darauf, dass Beschaffungsvorhaben erst nach parlamentarischer Freigabe veröffentlicht werden. Die Ausschreibung könnte bereits im Februar 2026 erfolgen.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- OHB bestätigt Kooperationsgespräche mit Rheinmetall (Ad-hoc vom 26.01.2026)
- Projekt: SATCOMBw Stufe 4, geplante Konstellation mit 100–200 Satelliten
- Ziel: Einsatzbereitschaft bis 2029
- Geschätzter Auftragswert: 8–10 Mrd. Euro
- Wettbewerb: Airbus gilt ebenfalls als Interessent, Ausschreibung möglich ab Februar 2026
Rheinmetalls Weg in den Orbit
Eine mögliche Zusammenarbeit mit OHB wäre nicht Rheinmetalls erster Schritt Richtung Weltraumgeschäft. Im Dezember 2025 erhielt der Konzern zusammen mit dem finnischen Satellitenanbieter Iceye einen Bundeswehr-Auftrag über 1,7 Milliarden Euro für weltraumgestützte Aufklärungsdaten. Dafür wurde ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet.
Die Produktion der Satelliten soll im zweiten oder dritten Quartal 2026 im Werk Neuss starten. Dort stellt Rheinmetall die Fertigung von Autoteilen auf Militärgüter und Satelliten um. Der Konzern baut damit sichtbar Kompetenzen auf, die auch für größere Programme wie SATCOMBw Stufe 4 relevant sein könnten.
Kursbild: Stark gelaufen, kurzfristig heiß
An der Börse kommt die breite Auftragsfantasie weiterhin an, auch wenn der Titel heute leicht nachgibt. Die Aktie steht bei 1.828,50 Euro (heute -0,89%), hat aber in den vergangenen 12 Monaten +146,30% zugelegt. Auffällig: Der RSI (14 Tage) liegt bei 83,7 – ein Wert, der auf kurzfristig sehr hohe Dynamik hindeutet.
Konkrete zusätzliche Klarheit könnte zeitnah kommen: Sollte die Ausschreibung tatsächlich im Februar 2026 starten, wäre das der nächste Fixpunkt für den Markt – dann zeigt sich, wie sich das Rheinmetall/OHB-Setup gegenüber Airbus positioniert und ob aus den frühen Gesprächen ein echter Angriff auf den 8–10-Milliarden-Euro-Auftrag wird.
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