Siemens spannt die Anleger nicht lange auf die Folter: Nach Rekordzahlen im vergangenen Geschäftsjahr laufen aktuell ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, die Integration der Milliardenübernahme Altair und die Vorbereitung auf die Zahlen zum ersten Quartal 2026 zusammen. Im Hintergrund bewegt sich der Kurs seit dem jüngsten Hoch eher seitwärts – kein Grund zur Nervosität, aber durchaus eine spannende Ausgangslage vor dem 12. Februar.

Konsolidierung nach Rekorden

Der Titel befindet sich nach einem starken Jahr in einer Phase der Konsolidierung. Gestern schloss die Aktie bei 250,90 Euro und liegt damit rund 13 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 287,96 Euro, aber deutlich über dem Tief von 174,74 Euro.

Im größeren Bild zeigt sich weiter eine stabile Aufwärtsbewegung:

  • Performance seit Jahresanfang: +4,06 %
  • Entwicklung auf 12 Monate: +23,47 %
  • Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt: rund +8 %

Mit einem RSI von 48,7 liegt die Aktie im neutralen Bereich – von Überhitzung kann also aktuell keine Rede sein. Der Markt scheint auf neue Impulse aus den anstehenden Quartalszahlen zu warten.

Aktienrückkauf stützt den Kurs

Ein wichtiger technischer Faktor bleibt das laufende Aktienrückkaufprogramm. In der Woche vom 19. bis 25. Januar 2026 hat Siemens über Xetra weitere 248.687 eigene Aktien erworben.

Seit Start des Programms am 12. Februar 2024 summiert sich das Volumen bereits auf 20.805.131 Aktien. Die Käufe erfolgen über eine beauftragte Bank ausschließlich an der Börse.

Solche Programme verringern in der Regel die Zahl der ausstehenden Aktien und können damit Kennziffern wie den Gewinn je Aktie verbessern. Zudem senden sie meist das Signal, dass das Management von der eigenen Bewertung überzeugt ist – zumal nach einem Rekordjahr.

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Wichtige Eckdaten im Überblick:

  • Nächster Quartalsbericht: 12. Februar 2026 (Q1 GJ 2026)
  • Hauptversammlung 2026: 12. Februar 2026, Olympiahalle München
  • Aktienrückkauf seit Februar 2024: 20.805.131 Stück
  • Umsatz Geschäftsjahr 2025: 78,9 Mrd. Euro
  • Nettogewinn Geschäftsjahr 2025: 10,4 Mrd. Euro
  • Mitarbeiter (30.09.2025): rund 318.000

Altair-Übernahme als strategischer Hebel

Strategisch prägt vor allem die Integration von Altair Engineering die nächsten Jahre. Die im März 2025 abgeschlossene Übernahme mit einem Unternehmenswert von rund 10 Milliarden US‑Dollar ist ein Kernbaustein des „ONE Tech Company“-Programms.

Mit Altair stärkt Siemens sein Angebot in Bereichen, die für die Industrie von morgen entscheidend sind:

  • Simulationssoftware
  • High-Performance Computing
  • Künstliche Intelligenz

Zugleich unterstreicht der Deal die starke US-Ausrichtung: Nach Unternehmensangaben hat Siemens in den vergangenen 20 Jahren mehr als 100 Milliarden US‑Dollar in den US‑Markt investiert. Altair soll diese Präsenz technologisch und kommerziell weiter ausbauen.

Rekordjahr 2025 als Messlatte

Die Messlatte für das laufende Jahr liegt hoch. Für das Geschäftsjahr 2025, das am 30. September endete, meldete der Konzern unter dem Titel „Record results for fiscal 2025“ neue Bestmarken:

  • Umsatz: 78,9 Milliarden Euro
  • Nettogewinn: 10,4 Milliarden Euro

Damit unterstreicht Siemens die Ertragskraft des Kerngeschäfts. Rund 318.000 Mitarbeiter waren zum Stichtag weltweit im fortgeführten Geschäft beschäftigt. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick nun darauf, ob der Konzern im Q1 2026 an diese Dynamik anknüpfen kann.

Termine und Ausblick

Der 12. Februar 2026 wird zum Doppeldatum für Anleger: Am gleichen Tag legt Siemens die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor und hält die ordentliche Hauptversammlung in der Olympiahalle München ab. Im weiteren Jahresverlauf folgen die Q2‑Zahlen am 13. Mai, Q3 am 6. August sowie Q4 und Jahresabschluss am 12. November.

Charttechnisch liegt die Aktie mit einem Schlusskurs von 250,90 Euro knapp über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 245,77 Euro und rund acht Prozent über dem 200‑Tage-Mittel von 232,32 Euro. Solange diese mittelfristigen Unterstützungen halten und der Konzern bei den kommenden Zahlen die Rekordwerte aus 2025 nicht deutlich verfehlt, bleibt die Ausgangslage konstruktiv – der 12. Februar dürfte damit zum entscheidenden Orientierungspunkt für den weiteren Kursverlauf werden.

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