Shell Aktie: Kriselnde Konjunktur
Shell steht kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal und dämpft bereits die Erwartungen. Das Management warnt vor einer deutlichen Abschwächung im Handelsgeschäft, das zuletzt noch für hohe Gewinne sorgte. Während die Ölproduktion stabil bleibt, stellt sich die Frage, wie stark die Gewinneinbußen im Trading das Gesamtergebnis tatsächlich belasten werden.
Warnung vor dem Quartalsbericht
Der Energieriese hat im Vorfeld des Berichts für das vierte Quartal, der Anfang Februar erwartet wird, konkrete Hinweise zur Geschäftsentwicklung gegeben. Der entscheidende Dämpfer kommt aus der Sparte für Gas- und Stromhandel: Die Ergebnisse sollen "signifikant niedriger" ausfallen als im starken dritten Quartal 2025. Auch im Chemiesektor rechnet der Konzern mit einem Verlust.
Auf der anderen Seite steht das klassische Upstream-Geschäft. Die Produktionsprognose bleibt mit 1,84 bis 1,94 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag robust. Beim Flüssigerdgas (LNG) präzisierte Shell die Erwartungen auf 7,5 bis 7,9 Millionen Tonnen. Trotz der operativen Stärke im Kerngeschäft spiegelt der Aktienkurs, der am Freitag bei 32,42 Euro aus dem Handel ging, die abwartende Haltung des Marktes wider.
Strategischer Umbau läuft
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Shell?
Abseits der Quartalszahlen treibt Shell die Neuausrichtung des Portfolios voran. Ziel ist die Konzentration auf margenstarke Projekte. Dazu passt die Meldung vom Freitag, dass Subsea 7 einen Auftrag für das Kaikias-Projekt im Golf von Mexiko erhalten hat, um die Tiefsee-Produktion zu stützen. Gleichzeitig gibt es Berichte über eine mögliche Investitionsoffensive von 20 Milliarden Dollar in Nigeria, nachdem dort neue Anreize für das Bonga-South-West-Projekt geschaffen wurden.
Im Gegenzug prüft der Konzern offenbar einen Rückzug aus den Schieferöl-Aktivitäten in der argentinischen Vaca-Muerta-Formation. Diese Maßnahmen unterstreichen die Strategie, Kapital diszipliniert einzusetzen und sich von weniger profitablen oder nicht zum CO2-Pfad passenden Assets zu trennen.
Mit der Vorlage des Geschäftsberichts in der kommenden Woche wird sich zeigen, ob der Marktkonsens von rund 56 Milliarden Dollar beim bereinigten EBITDA hält. Ein wichtiger Stützpfeiler für die Aktionäre bleibt das geplante Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 3,5 Milliarden Dollar, das trotz der Normalisierung der Energiepreise fortgesetzt werden soll.
Shell-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Shell-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Shell-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Shell-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Shell: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








