Shell Aktie: Vietnam-Deal stützt
Der britische Energieriese Shell hat zum Wochenausklang eine bemerkenswerte Erholung hingelegt. Nach einem turbulenten Wochenverlauf, ausgelöst durch einen enttäuschenden Quartalsausblick, kletterte die Aktie am Freitag um rund 3 Prozent. Rückenwind kam von einem strategischen LNG-Vertrag mit Vietnam – ein Signal, dass die langfristige Wachstumsstory intakt bleibt, während andere Unternehmensteile schwächeln.
Kontrakt mit PV Gas als Gegenpol
Shell hat sich einen mehrjährigen Liefervertrag mit PV Gas gesichert, Vietnams staatlichem Gasversorger. Von 2027 bis 2031 wird Shell jährlich 400.000 Tonnen Flüssigerdgas (LNG) an das Thi Vai Terminal liefern. Für PV Gas ist es der erste langfristige Bezugsvertrag dieser Art – ein Schritt weg vom volatilen Spotmarkt.
Das Volumen ist im globalen Shell-Portfolio überschaubar. Doch der Deal unterstreicht die Dominanz des Konzerns im asiatischen LNG-Geschäft und lieferte genau zum richtigen Zeitpunkt eine positive Nachricht. Investoren, die nach dem Kursrutsch unter die Woche auf Schnäppchenjagd gingen, griffen zu.
Chemie-Verluste und schwaches Trading belasten
Die Volatilität der Vorwoche hatte einen klaren Auslöser: Shells Quartalsupdate vom 7. Januar offenbarte erhebliche Belastungen. Die Sparte Chemicals & Products steuert auf einen "erheblichen Verlust" im vierten Quartal zu, gedrückt von schwachen Margen und Steuereffekten. Gleichzeitig warnte der Konzern, dass die Ergebnisse im Handelsgeschäft "deutlich niedriger" ausfallen würden als im dritten Quartal.
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Das traf die Anleger hart. Das Trading-Segment galt als Puffer gegen sinkende Ölpreise – fällt diese Absicherung weg, schlägt die Rohstoffpreisschwäche voll durch. Die Aktie verlor binnen zwei Tagen rund 7 Prozent. Einziger Lichtblick: Die Upstream-Produktion bleibt mit 1,84 bis 1,94 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag stabil, ebenso die Integrated Gas-Volumina.
Fokus auf dem 5. Februar
Am 5. Februar 2026 legt Shell die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Drei Fragen stehen im Zentrum: Wie stark belastet der Chemie-Verlust das bereinigte Ergebnis? Bleibt das vierteljährliche Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar trotz geringerer Free Cashflows bestehen? Und wie entwickelt sich die LNG-Nachfrage in aufstrebenden asiatischen Märkten wie Vietnam?
Technisch hat die Aktie mit der Rückeroberung der Marke von 70 Pfund eine wichtige Unterstützungszone verteidigt. Bleibt der Energiesektor stabil, dürfte Shell bis zur Zahlenvorlage in dieser Spanne konsolidieren.
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