Mercedes-Benz setzt auf zwei strategische Hebel: Ein Handelsabkommen mit Indien könnte dem Konzern neue Exportchancen eröffnen, während eine Allianz mit NVIDIA und Uber das Geschäft mit autonomen Fahrdiensten vorantreiben soll. Die Aktie beendete den Freitag mit einem Plus von 0,86 Prozent bei 57,79 Euro.

Die wichtigsten Entwicklungen:

  • EU-Indien-Handelsabkommen senkt Zölle für Luxusautos drastisch von 110 auf zunächst 30 Prozent
  • Weitere Reduzierung auf 10 Prozent innerhalb von fünf Jahren geplant
  • Robotaxi-Projekt mit NVIDIA und Uber auf Basis der S-Klasse angekündigt
  • Überarbeitete S-Klasse für China präsentiert (Einstiegspreis: 121.000 Euro)
  • Q4-Zahlen für den 12. Februar 2026 angekündigt

Zollsenkung öffnet indischen Luxusmarkt

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien verändert die Rahmenbedingungen für europäische Autobauer fundamental. Bislang machten Zölle von 110 Prozent den Import von Premiumfahrzeugen nach Indien unattraktiv. Mit der geplanten Senkung auf 30 Prozent – und perspektivisch auf 10 Prozent – wird der Markt zugänglicher.

Der indische Automobilmarkt umfasste 2025 über vier Millionen Neuzulassungen, doch das Luxussegment blieb mit etwa 53.000 Einheiten überschaubar. Ein jährliches Importkontingent von 250.000 Fahrzeugen signalisiert erhebliches Wachstumspotenzial. Mercedes-Benz India kündigte allerdings gleichzeitig Preiserhöhungen von bis zu 2 Prozent ab Januar 2026 an – Grund sind gestiegene Input- und Logistikkosten.

Autonomes Fahren: S-Klasse als Robotaxi

Die Kooperation mit NVIDIA und Uber zielt auf die Entwicklung autonomer Fahrdienste. Basis ist die S-Klasse, ausgestattet mit NVIDIAs DRIVE Hyperion Plattform und dem hauseigenen Betriebssystem MB.OS. Das Fahrzeug soll Level-4-Autonomie erreichen – also ohne menschliches Eingreifen in definierten Bereichen fahren können.

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Die Integration in das Uber-Netzwerk ist vorgesehen, ein konkreter Starttermin für den kommerziellen Betrieb wurde jedoch nicht genannt. Mit diesem Schritt positioniert sich Mercedes-Benz im Wettbewerb gegen etablierte Akteure wie Waymo und Tesla, die bereits eigene Robotaxi-Programme verfolgen.

China-Offensive und strategische Prioritäten

Für den chinesischen Markt, wo Mercedes-Benz zuletzt Marktanteile verloren hat, präsentierte der Konzern eine überarbeitete S-Klasse. Das Update umfasst einen neuen V8-Motor und erweiterte KI-Funktionen. Lokale Wettbewerber hatten dem Stuttgarter Hersteller im Premiumsegment zuletzt zugesetzt.

CEO Ola Källenius stellte am 28. Januar klar, dass eine Verlegung des Hauptsitzes in die USA keine Option darstellt. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell rund 65,5 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie 3,8 Prozent.

Ausblick: Quartalszahlen am 12. Februar

Am 12. Februar 2026 legt Mercedes-Benz die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Dieser Termin dürfte zeigen, wie sich die schwierige Lage in China und die strategischen Initiativen auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt haben. Die beiden aktuellen Projekte – Indien-Expansion und Robotaxi-Technologie – werden ihre Wirkung jedoch erst mittelfristig entfalten.

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