Coinbase steht unter Druck. Die führende US-Kryptobörse kämpft nicht nur mit fallenden Kursen am Markt, sondern auch mit Widerstand aus der traditionellen Bankenbranche. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos kam es zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen CEO Brian Armstrong und den mächtigsten Bankchefs der Wall Street.

Eisige Stimmung in Davos

Die Spannungen entluden sich bei einer Diskussion über Regulierung und Marktstruktur. Laut Wall Street Journal geriet Armstrong mit JPMorgan-Chef Jamie Dimon aneinander – Streitpunkt waren Stablecoin-Zinsen, die Banken als Bedrohung für ihr Einlagengeschäft sehen. Dimon soll Armstrongs Vorwürfe, Banken würden Gesetzgebungsprozesse blockieren, scharf zurückgewiesen haben.

Auch Brian Moynihan, CEO der Bank of America, schaltete sich ein: "Wenn ihr eine Bank sein wollt, dann werdet eine Bank." Die Botschaft ist klar – die Finanzriesen sehen Coinbase zunehmend als Konkurrenten, nicht als Partner. Der Konflikt verdeutlicht die verhärteten Fronten zwischen traditionellem Finanzsektor und Krypto-Industrie, während wichtige Gesetzesvorhaben im US-Senat feststecken.

Analysten bleiben verhalten

Robert W. Baird startete am 28. Januar mit einer neutralen Einstufung und einem Kursziel von 240 US-Dollar. Das liegt zwar über dem aktuellen Niveau von 194,74 US-Dollar, doch die vorsichtige Haltung spiegelt die unsichere Marktstimmung wider. Andere Häuser wie die BofA Securities sehen mit einem Ziel von 340 US-Dollar deutlich mehr Potenzial – die Meinungen bleiben also gespalten.

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Belastet wird die Aktie durch den schwachen Gesamtmarkt: Bitcoin notiert unter 90.000 US-Dollar, Ethereum unter 2.700 US-Dollar. Da Coinbase direkt von Handelsvolumina profitiert, wirken sinkende Krypto-Preise unmittelbar auf das Geschäft.

Quartalszahlen im Fokus

Am 12. Februar folgen die Q4-Zahlen. Mit einem Umsatz von 7,37 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von 3,22 Milliarden US-Dollar über die letzten zwölf Monate zeigt sich Coinbase operativ weiterhin stark. Parallel baut das Unternehmen seine Infrastruktur aus – Ende Januar wurde die Partnerschaft mit Crypto ISAC erweitert, um Cyberbedrohungen besser abzuwehren.

Die Frage ist, ob die soliden Fundamentaldaten ausreichen, um den aktuellen Gegenwind aus Politik und Marktumfeld zu kompensieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich Coinbase zwischen regulatorischen Hürden und schwankenden Krypto-Märkten behauptet.

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