Lynas Rare Earths Aktie: Harter US-Gegenwind
Der australische Spezialist für Seltene Erden gerät unter Druck. Während die US-Regierung einen heimischen Konkurrenten mit Milliarden fördert, kämpft Lynas gleichzeitig mit operativen Rückschlägen und einem bevorstehenden Führungswechsel. Ist die exklusive Stellung im nordamerikanischen Markt in Gefahr?
Die Aktie verlor zuletzt 6,9 Prozent, nachdem Washington eine Förderung von 1,60 Milliarden US-Dollar für den Wettbewerber USA Rare Earth zusagte. Ziel der US-Regierung ist der Aufbau einer komplett unabhängigen Lieferkette mit Projekten in Texas und Oklahoma. Dies greift direkt das wichtigste Alleinstellungsmerkmal von Lynas an: die Rolle als primäre Alternative zu chinesischen Lieferanten für westliche Märkte. Trotz der jüngsten Korrektur notiert das Papier auf Jahressicht jedoch weiterhin deutlich im Plus.
Produktion bricht ein
Operativ lief es im abgelaufenen Quartal (Q2 FY2026) holprig. Stromausfälle im australischen Kalgoorlie und geplante Wartungsarbeiten in Malaysia drückten die Produktion massiv, wie die jüngsten Zahlen belegen:
- Umsatz: 201,9 Mio. AUD (stabil zum Vorquartal: 200,2 Mio. AUD)
- Gesamtproduktion: 2.382 Tonnen (Vorquartal: 3.993 Tonnen)
- NdPr-Produktion: 1.404 Tonnen (ca. 30 % Rückgang)
- Cash-Position: 1,03 Mrd. AUD
Ein Lichtblick war lediglich das Preisumfeld. Mit einem Durchschnittspreis von 85,60 AUD pro Kilogramm konnten die deutlich geringeren Produktionsmengen kompensiert werden, sodass der Umsatz stabil blieb.
Unsicherheit in der Chefetage
Zusätzliche Unruhe bringt eine Personalentscheidung: CEO Amanda Lacaze kündigte ihren Rücktritt zum Ende des laufenden Geschäftsjahres an. Nach zwölf Jahren an der Spitze verlässt sie das Unternehmen mitten in der Umsetzung der "Towards 2030"-Wachstumsstrategie.
Operativ hat sich die Lage im Januar nach Unternehmensangaben stabilisiert; die Wartungsarbeiten sind abgeschlossen und die Stromversorgung ist wiederhergestellt. Entscheidend wird nun sein, ob Lynas die geplante erste Produktion schwerer Seltener Erden (HRE) im vierten Quartal planmäßig liefern kann, um seine technologische Relevanz gegenüber der aufkommenden US-Konkurrenz zu behaupten.
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