Shell Aktie: Erfolgreiches Geschäftsjahr
Der Brent-Preis kletterte am Freitag auf 114 Dollar je Barrel — und Shell steht im Zentrum eines Energiemarkts, der gerade unter enormem Druck steht. Seit die Islamische Revolutionsgarde Anfang März die Straße von Hormuz für Schiffe aus den USA und deren Verbündeten gesperrt hat, erlebt die Welt den größten Versorgungsschock seit Jahren.
Hormuz-Blockade als Preistreiber
Rund 20 Prozent der globalen Öl- und LNG-Lieferungen passieren normalerweise die Straße von Hormuz. Seit der Sperrung herrscht dort nahezu Stillstand im Tankerverkehr. Brent hatte Anfang März kurzzeitig sogar 126 Dollar erreicht, bevor sich die Preise etwas stabilisierten. Dass sie nun wieder auf 114 Dollar gestiegen sind, zeigt: Von Entspannung ist keine Spur.
Für Shell bedeutet das zunächst Rückenwind beim Umsatz — zugleich aber wachsende Unsicherheit über Lieferketten und Handelsrouten.
LNG Canada als strategische Antwort
Genau in diesem Umfeld gewinnt Shells Infrastrukturprojekt in Nordamerika an Bedeutung. Am 25. März unterzeichneten TC Energy und die Eigentümer des LNG-Canada-Projekts — an dem Shell mit 40 Prozent beteiligt ist — einen kommerziellen Rahmenvertrag für die Phase-2-Erweiterung. Phase 1 der Anlage im kanadischen Kitimat läuft bereits und beliefert asiatische Märkte mit Flüssiggas.
Die Erweiterung soll die Kapazität der Coastal-GasLink-Pipeline verdoppeln. Angesichts des wegbrechenden Nahost-Angebots wird das Projekt zunehmend als Beitrag zur globalen Energiesicherheit gewertet.
Kostenziele früh erreicht
Unabhängig vom Ölpreiszyklus hat Shell intern solide Arbeit geleistet. Zwischen 2022 und Ende 2025 erzielte der Konzern strukturelle Kostensenkungen von 5,1 Milliarden Dollar — und erreichte damit die untere Grenze seines ursprünglich bis 2028 gesetzten Ziels von 5 bis 7 Milliarden Dollar. Rund 60 Prozent dieser Einsparungen stammen aus operativen Effizienzgewinnen und einer schlankeren Unternehmensstruktur.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete Shell einen operativen Cashflow von 42,9 Milliarden Dollar. Daraus finanzierte der Konzern eine Dividendenerhöhung um 4 Prozent sowie ein Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar, das Anfang 2026 abgeschlossen werden soll.
Ausblick hängt an Diplomatie
Die Shell-Aktie hat sich seit ihrem Jahrestief im April 2025 deutlich erholt und notiert aktuell rund 24 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Wie nachhaltig dieser Aufwärtstrend ist, hängt wesentlich davon ab, wie lange die Hormuz-Blockade anhält. Die IEA hat strategische Ölreserven freigegeben, um den Markt zu stabilisieren — Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Preise erst dann spürbar nachgeben werden, wenn eine diplomatische oder militärische Lösung den Schiffsverkehr durch den Persischen Golf wieder ermöglicht.
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