Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erfassen zunehmend die globalen Energiemärkte. Während Regierungen Notfallreserven freigeben, warnt Shell-Chef Wael Sawan nun eindringlich vor physischen Engpässen in Europa. Für Anleger des britischen Ölkonzerns entsteht dadurch eine brisante Mischung aus makroökonomischen Risiken und lukrativen Kapitalrückflüssen.

Engpässe rücken näher

Auf der Energiekonferenz CERAWeek in Houston zeichnete Wael Sawan ein besorgniserregendes Bild der nahen Zukunft. Durch den anhaltenden Konflikt im Iran und die massiven Einschränkungen in der Straße von Hormus – durch die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte fließen – drohen Europa bereits im April spürbare Versorgungslücken. Die Auswirkungen kaskadieren laut dem Shell-Chef durch die gesamte Produktpalette: Nach Kerosin, dessen Preise in Europa kürzlich historische Höchststände erreichten, dürften bald auch Diesel und Benzin knapper werden.

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Ein zusätzliches Risiko sieht das Management in einer möglichen Panikreaktion der Marktteilnehmer. Wenn Regierungen und Unternehmen aus Angst vor leeren Tanks beginnen, übermäßig Vorräte anzulegen, könnte sich die ohnehin angespannte Lage drastisch verschärfen. Um den Markt zu beruhigen, geben Staaten weltweit derzeit die Rekordmenge von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven frei.

Kapitalrückflüsse stützen den Kurs

Ungeachtet der geopolitischen Turbulenzen läuft die Kapitalausschüttung des Konzerns auf Hochtouren. Am 30. März erhalten Aktionäre die Dividende für das vierte Quartal 2025, die sich auf 0,3227 Euro je Anteilsschein beläuft. Parallel dazu setzt Shell das Anfang Februar gestartete Aktienrückkaufprogramm über die Börse kontinuierlich fort.

Diese Kombination aus krisenbedingt hohen Ölpreisen und verlässlichen Ausschüttungen treibt das Papier an. Mit einem aktuellen Kurs von 40,05 Euro notiert der Titel nur hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein starkes Plus von über 24 Prozent.

Das laufende Rückkaufprogramm wird noch bis zum 1. Mai durch die Investmentbank Morgan Stanley fortgeführt. Bis dahin bleibt die Entwicklung der Rohstoffpreise der bestimmende Faktor für die Bewertung des Unternehmens, während die physischen Lieferketten im Nahen Osten unter maximaler Anspannung stehen.

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