Nasdaq 100: Korrektur bestätigt
Der Nasdaq 100 hat am Freitag offiziell Korrekturterritorium erreicht. Mit einem Minus von mehr als 11 Prozent gegenüber dem Allzeithoch vom Januar steht der Tech-Index auf dem tiefsten Stand seit sechs Monaten — und die Belastungsfaktoren häufen sich.
Drei Fronten, ein Ausverkauf
Der Ausverkauf speiste sich aus einem ungewöhnlich breiten Ursachenbündel. Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, die seit dem 2. März den Öltransport behindert, hat Brent-Rohöl auf über 112 Dollar je Barrel getrieben. Gleichzeitig verlängerte US-Präsident Trump sein Ultimatum an den Iran, ohne eine diplomatische Lösung in Sicht. Hinzu kommt eine neue Handelsprobe Chinas, die gezielt auf US-Technologieexporte zielt — ein direkter Treffer für viele Nasdaq-Schwergewichte mit asiatischen Lieferketten.
Das Ergebnis: ein Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern im Index von fast 1:9, bei einem Handelsvolumen rund 22 Prozent über dem 30-Tage-Durchschnitt. Der VIX sprang auf 29, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 4,48 Prozent — den höchsten Stand seit Juli letzten Jahres. Zinssenkungen der Fed sind für 2026 vollständig aus den Markterwartungen verschwunden; Futures preisen inzwischen sogar eine 25-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Oktober ein.
Magnificent Seven unter Druck
Die sieben größten Tech-Werte verloren zusammen über 330 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Meta Platforms brach um acht Prozent ein, belastet von Berichten über eine neue Großklage. Micron Technology fiel um 6,9 Prozent, nachdem Alphabets KI-Algorithmus „TurboQuant" offenbar automatisierte Verkäufe in Speicherchip-Aktien ausgelöst hatte. Nvidia verlor 4,2 Prozent angesichts der chinesischen Lieferkettenuntersuchung. Einzig Apple hielt sich mit einem minimalen Plus nahezu stabil.
Technisch hat der Index die Unterstützungszone bei 23.250 bis 23.300 Punkten klar unterschritten. Analysten sehen nun die Marke von 22.800 Punkten als nächsten relevanten Auffangbereich. Der Put/Call-Ratio für Nasdaq-ETFs erreichte den höchsten Stand seit vier Monaten — institutionelle Absicherungsgeschäfte dominierten die letzte Handelsstunde.
Blick auf den 6. April
Der unmittelbare Fokus liegt auf dem 6. April, dem nächsten Datum im Hormus-Ultimatum. Solange die Ölpreise auf diesem Niveau verharren und der Handelsstreit mit China eskaliert, bleibt der Gegenwind für wachstumsorientierte Technologiewerte intakt. Ein Test der psychologischen Marke von 23.000 Punkten zum Wochenstart gilt unter Händlern als realistisches Szenario.
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