Während der Nasdaq am Freitag deutlich nachgab, zeigte sich der US-Spezialist für Seltene Erden erstaunlich robust. Die relative Stärke der Aktie kommt nicht von ungefähr. MP Materials treibt aktuell den Umbau vom reinen Rohstoffförderer zum integrierten Magnethersteller voran und hat sich zur Absicherung gegen Marktschwankungen einen mächtigen Partner an die Seite geholt.

Der Weg zur eigenen Magnetproduktion

Bislang ist das Unternehmen vor allem für seine Mine in Mountain Pass, Kalifornien, bekannt. Dort betreibt MP Materials die einzige große Anlage für Seltene Erden in Nordamerika und erreichte 2025 ein Produktionsvolumen von knapp 2.600 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr). Um die Wertschöpfungskette zu verlängern und die Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten zu verringern, baut der Konzern nun seine Kapazitäten im texanischen Fort Worth aus.

Die aktuelle Magnetproduktion von 1.000 Tonnen pro Jahr soll zeitnah verdreifacht werden. Das langfristige Wachstum ist an die sogenannte "10X"-Anlage geknüpft. Diese soll nach ihrer geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2028 eine Jahreskapazität von 10.000 Tonnen erreichen und gezielt den Bedarf an Hochleistungsmagneten für die Auto- und Windenergiebranche bedienen.

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Preisgarantie durch das Pentagon

Dieser strategische Umbau findet in einem schwierigen Marktumfeld statt. Analysten von Jefferies verweisen auf anhaltende Preisprobleme im Sektor für Seltene Erden. Um sich gegen diese Volatilität abzusichern, hat MP Materials eine weitreichende Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium geschlossen.

Der Deal garantiert dem Unternehmen für rund zehn Jahre einen Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm NdPr-Oxid. Im Gegenzug erhält die US-Regierung eine Beteiligung von 15 Prozent an dem in Nevada ansässigen Konzern. Dieser Mechanismus bietet einen erheblichen Puffer gegen schwankende Rohstoffpreise, die derzeit stark von der wechselhaften Nachfrage im Bereich der Elektromobilität beeinflusst werden.

Institutionelle Anleger positionieren sich neu

Auf dem aktuellen Kursniveau von knapp 52 US-Dollar hat die Aktie seit ihren Höchstständen im vergangenen Oktober rund 47 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Bei den institutionellen Investoren, die gut die Hälfte der Anteile halten, zeigt sich angesichts dieser Korrektur ein gemischtes Bild. Während einige Großaktionäre wie Corient Private Wealth ihre Positionen massiv aufstockten, reduzierten andere Adressen wie HSBC und Rockefeller Capital ihre Bestände zuletzt deutlich.

Trotz des aktuellen Preisdrucks am Rohstoffmarkt gehen Analysten von einem signifikanten Umsatzwachstum aus. Für das Geschäftsjahr 2026 werden Einnahmen von 508 Millionen US-Dollar prognostiziert. Mit dem Hochfahren der texanischen Magnetproduktion soll sich dieser Wert bis 2028 auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln. Konkrete Einblicke in den Fortschritt der Anlagen und die aktuelle operative Entwicklung liefert der nächste Quartalsbericht, der am 14. Mai 2026 veröffentlicht wird.

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