Der Energiesektor steht dieser Woche unter Druck – und Shell macht da keine Ausnahme. Während der Ölkonzern eigentlich von den gestiegenen Energiepreisen profitieren sollte, zeigt das aktuelle Kursbild eine andere Geschichte.

Schwache Branchenstimmung belastet

Auslöser der jüngsten Bewegung ist vor allem Sinopec. Der chinesische Ölriese meldete einen Gewinneinbruch von 36,8 Prozent im Geschäftsjahr 2025 – ein Ergebnis aus dem Zusammenspiel schwacher petrochemischer Margen, sinkender Nachfrage und eines Brent-Ölpreises, der 2025 rund 20 Prozent nachgab. Die Zahlen treffen die gesamte Branche, und Shell verlor im Londoner Handel zuletzt knapp ein Prozent auf rund 34,01 Pfund.

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Dabei ist die Ausgangslage für Shell strukturell eigentlich solide: Das Unternehmen profitiert von seiner starken Stellung im globalen LNG-Geschäft, das in Zeiten angespannter Energieversorgung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Breite Aufstellung und liquide Gasmärkte verschaffen westlichen Ölkonzernen einen Puffer, den rein auf Raffinerie und Petrochemie ausgerichtete Anbieter wie Sinopec nicht haben.

Dividende im Fokus

Kann Shell seine Ausschüttungspolitik im aktuellen Umfeld aufrechterhalten? Die Antwort hängt wesentlich von zwei Faktoren ab. Einerseits bleibt der Ölpreis geopolitisch getrieben: Seit den Militäroperationen gegen den Iran Ende Februar kletterte Rohöl auf zeitweise über 100 Dollar je Barrel – ein Anstieg von rund 70 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn. Das stützt die Einnahmen aus der Förderung. Andererseits drückt die hartnäckige Inflation auf die Kosten, während die US-Notenbank den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt und frühzeitige Zinssenkungen faktisch vom Tisch sind.

Starke Cashflows galten bisher als Garant für die hohe Ausschüttung. Ob das bleibt, wenn Raffineriemargen unter Druck geraten – wie zuletzt bei Sinopec zu beobachten –, wird sich in den kommenden Quartalsberichten zeigen. BP steht mit einem Kursverlust von rund 3,58 Prozent auf etwa 5,62 Pfund heute deutlich stärker unter Druck als Shell. ExxonMobil hingegen legt vorbörslich um 0,83 Prozent zu – ein Hinweis darauf, dass Anleger zwischen den einzelnen Unternehmen klar unterscheiden.

Für Shell bleibt das Umfeld damit zwiespältig: hohe Energiepreise als Rückenwind, Branchenschwäche und Zinssorgen als Gegenwind.

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