Anthropic: 200-Millionen-Ultimatum
Anthropic steht vor einer Zerreißprobe mit dem US-Verteidigungsministerium. CEO Dario Amodei weigert sich bisher, Beschränkungen für die militärische Nutzung seiner KI-Modelle aufzuheben, wodurch ein lukratives Pilotprogramm der Regierung gefährdet ist. Heute um 17:01 Uhr (ET) läuft die vom Pentagon gesetzte Frist ab.
Streit um militärische Nutzung
Verteidigungsminister Pete Hegseth fordert, dass Anthropic seine Software für alle rechtmäßigen militärischen Zwecke freigibt. Der Kern des Konflikts liegt in der Weigerung des Unternehmens, seine Technologie für autonome Waffensysteme und die massenhafte Überwachung im Inland zur Verfügung zu stellen. Wird die heutige Frist ohne Einigung überschritten, droht das Pentagon mit der Kündigung eines Vertrags im Wert von bis zu 200 Millionen US-Dollar.
Zusätzlich prüft das Ministerium, das Unternehmen als Risiko für die Lieferkette einzustufen oder die Kooperation über den Defense Production Act zu erzwingen. Wird Anthropic seine ethischen Grundsätze für den Pentagon-Auftrag opfern? Wettbewerber wie xAI haben die Bedingungen für den Einsatz in geheimen Netzwerken bereits akzeptiert.
Strategiewechsel bei der Sicherheit
Parallel zum Streit mit der Regierung baut das Management den betrieblichen Rahmen um. Das Unternehmen lockert seine „Responsible Scaling Policy“ aus dem Jahr 2023. Die Entwicklung neuer Modelle wird künftig nicht mehr allein aufgrund theoretischer Risiken gestoppt, während die Konkurrenz weiter voranschreitet.
Anstelle von Entwicklungsstopps setzt Anthropic nun auf detaillierte Risikoberichte, die alle drei bis sechs Monate veröffentlicht werden. Damit reagiert die Führung auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck im KI-Sektor.
Expansion durch Zukauf
Auf technologischer Ebene verstärkt sich das Unternehmen durch die Übernahme des Startups Vercept aus Seattle. Das neunköpfige Team soll die autonomen Fähigkeiten der Software ausbauen. Die Integration folgt auf das jüngste Update des Modells Claude Sonnet 4.6, das seine Leistung in Betriebssystem-Benchmarks massiv von unter 15 Prozent auf 72,5 Prozent steigern konnte.
Vercept wurde zuletzt im Januar 2025 mit 67 Millionen US-Dollar bewertet. Die eigenständige Desktop-Anwendung des Startups wird innerhalb der nächsten 30 Tage eingestellt. Die Börse reagierte umgehend auf die Fortschritte bei den autonomen Computer-Fähigkeiten: Die Aktien des Softwareanbieters UiPath fielen nach Bekanntgabe der Übernahme um 3,6 Prozent.
Sollte bis heute Abend keine Einigung mit dem Pentagon erzielt werden, verliert Anthropic nicht nur den 200-Millionen-Dollar-Vertrag, sondern riskiert auch eine direkte Konfrontation mit weitreichenden regulatorischen Konsequenzen durch die US-Regierung.
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