SAP Aktie: Support neu
SAP zieht die Strippen in der Kundenbetreuung neu. Mit einem überarbeiteten Service- und Support-Modell soll der Weg in die Cloud und zu KI-Anwendungen für Unternehmenskunden einfacher werden. Gleichzeitig räumt der Konzern Altlasten ab – und muss intern an einem Vergütungsthema nachjustieren.
Neues Support-Modell soll Cloud und KI beschleunigen
Am 3. März stellte SAP ein mehrstufiges Engagement-Modell für Service und Support vor. Das Portfolio teilt sich in Foundational, Advanced und den Max Success Plan. Der entscheidende Punkt: Der Basisplan ist künftig ohne Zusatzkosten in den jeweiligen Cloud-Abonnements enthalten.
SAP setzt dabei auf KI-gestützten, präventiven Support. Ziel ist es, Hürden bei der Einführung von Cloud- und KI-Tools wie SAP Business AI zu senken. Gleichzeitig soll das Modell helfen, Verlängerungsraten bestehender Verträge zu stabilisieren. Kurz gesagt: mehr Standardisierung, weniger Reibung – und am Ende eine engere Bindung der Kunden an die Plattform. Kann das im umkämpften Cloud-Geschäft ein echter Hebel sein? Genau darauf zielt die neue Struktur ab.
Umbau der Organisation: Neue „Customer Value Group“
Die Produktausrichtung wird von einer organisatorischen Neuaufstellung begleitet. Zum 1. April 2026 verschmilzt SAP die Bereiche Customer Success sowie Customer Services & Delivery zur neuen Einheit Customer Value Group.
An der Spitze steht künftig Thomas Saueressig. Er rückt zum Chief Customer Officer auf und verantwortet den gesamten Ablauf – vom initialen Vertrieb bis zur technischen Implementierung. Damit bündelt SAP Verantwortlichkeiten entlang des Kundenzyklus stärker in einer Hand.
Juristischer Schlussstrich – und interne Diskussionen
Parallel beendet SAP einen langjährigen Rechtsstreit: Der seit 2018 laufende Konflikt mit dem Datenbank-Spezialisten Teradata wurde außergerichtlich beigelegt. Die Einigung umfasst eine Bruttozahlung von 480 Mio. US-Dollar durch SAP. Damit sind kartellrechtliche Auseinandersetzungen sowie Vorwürfe rund um geistiges Eigentum laut Darstellung abschließend geklärt.
Intern sorgt zudem ein neues leistungsbezogenes Bonussystem für Diskussionen. Kritisiert wurden laut Berichten insbesondere Kriterien bei aktienbasierter Vergütung, die in bestimmten Fällen Führungskräfte trotz verfehlter Ziele begünstigt haben sollen. SAP kündigte an, die Prozesse zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen.
Zum Handelsbild: Die Aktie liegt heute bei 167,26 Euro und notiert damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 166,66 Euro. Auf 12-Monats-Sicht steht ein Minus von 37,04%.
Unmittelbar wichtig werden die nächsten Schritte zur Umsetzung: Am 1. April 2026 startet die neue Customer Value Group – dann zeigt sich, ob der Umbau in der Kundenbetreuung auch operativ die erhoffte Wirkung entfaltet.
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