E.ON Aktie: Blinder Alarm?
Die militärische Eskalation im Nahen Osten schlägt voll auf die Energiemärkte durch. Nachdem die Beschädigung einer katarischen LNG-Anlage und die Blockade der Straße von Hormus die Gas- und Ölpreise massiv in die Höhe getrieben haben, gerät auch der Essener Versorger E.ON in den Abwärtsstrudel. Anleger reagieren nervös auf die drohenden Beschaffungsrisiken.
Geopolitische Risiken treiben Beschaffungskosten
Der Ausfall von rund 17 Prozent der globalen LNG-Produktion und ein Brent-Ölpreis von 100 US-Dollar verändern die fundamentale Ausgangslage für Energiekonzerne abrupt. Für E.ON bedeutet das volatile Marktumfeld vor allem wachsenden operativen Druck auf der Kostenseite. Entsprechend reagierte der Markt: Die Papiere gaben von ihrem jüngsten Hoch bei 20,40 Euro spürbar nach und notieren aktuell bei 18,77 Euro. Damit rückt der Kurs wieder nah an den 50-Tage-Durchschnitt bei 18,46 Euro heran.
Analysten passen Modelle an
Inmitten der Marktturbulenzen hat das Analysehaus Jefferies seine Prognosen für den Nettogewinn bis 2030 an die offiziellen Unternehmensvorgaben angeglichen. Analyst Ahmed Farman hob das Kursziel leicht von 16,70 auf 17,40 Euro an, beließ die Einstufung aber auf „Hold“. Er verwies dabei auf die noch fehlende Transparenz bei der kommenden Regulierungsperiode für Strom- und Gasnetze. Das breitere Stimmungsbild der Experten offenbart derzeit eine deutliche Spaltung:
- Goldman Sachs: 23,00 Euro
- Barclays: 19,00 Euro
- Bernstein Research: 18,00 Euro
- Jefferies: 17,40 Euro
Fokus auf Hauptversammlung
Abseits der geopolitischen Verwerfungen bereitet der Konzern derzeit sein nächstes Aktionärstreffen vor. Die ordentliche, rein virtuelle Hauptversammlung findet in diesem Jahr bereits am 23. April statt – rund drei Wochen früher als gewohnt. Die nächste fundamentale Standortbestimmung liefert E.ON am 13. August mit den Zahlen für das zweite Quartal, für die der Markt derzeit einen Umsatz von 18,17 Milliarden Euro erwartet.
E.ON-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue E.ON-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten E.ON-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für E.ON-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
E.ON: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








