SAP steuert gegen den anhaltenden Kursverfall mit zwei parallelen Initiativen: einem laufenden Aktienrückkaufprogramm im Milliarden-Maßstab und einer grundlegenden Neuausrichtung des KI-Geschäftsmodells. Beide Maßnahmen sollen das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen – während die Aktie auf einem 52-Wochen-Tief notiert.

Rückkäufe kurz vor der Zehn-Millionen-Marke

Das im Januar 2026 angekündigte Rückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro läuft seit dem 5. Februar. Allein in der Woche vom 16. bis 20. März erwarb SAP weitere 1,45 Millionen eigene Aktien auf Xetra. Insgesamt hat der Konzern damit knapp 9,94 Millionen Titel zurückgekauft – die Schwelle von zehn Millionen Stück ist in Reichweite.

Ein Teil dieser Käufe dient dem aktienbasierten Vergütungssystem der Mitarbeiter, das SAP mit jährlich 1,5 bis 2 Milliarden Euro beziffert. Der Rest fließt direkt an die Aktionäre.

KI-Abrechnung nach Verbrauch statt Abo

Parallel vollzieht SAP einen strategischen Schwenk bei der KI-Monetarisierung. Ab Juli 2026 ergänzt ein verbrauchsbasiertes Modell das klassische Abonnement. Konkret bedeutet das: Joule Base bleibt ohne Aufpreis in Standard-Cloud-Abonnements enthalten, während Joule Premium entweder pro Nutzer und Monat oder über sogenannte SAP-KI-Einheiten abgerechnet wird.

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Gleichzeitig baut SAP ab Juli sogenannte „Forward Deployed Engineering"-Teams auf, die gemeinsam mit Kunden KI-Anwendungen auf Basis der SAP-Technologie entwickeln sollen. Das Modell erinnert an Beratungseinheiten großer Technologiekonzerne – und zeigt, wie ernst SAP die Implementierungsseite des KI-Geschäfts nimmt.

Bank of America sieht Unterbewertung – April bringt Klarheit

Die operative Basis ist solide: 2025 stieg der Konzernumsatz um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis legte um 28 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zu. Für 2026 peilt SAP einen Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an, der Cloud-Bereich soll währungsbereinigt um 23 bis 25 Prozent wachsen.

Die Bank of America stuft SAP als Top-Pick in der Software-Branche ein und verweist auf ein KGV von 23 bei einer prognostizierten Gewinn-CAGR von 18 Prozent bis 2028 – gegenüber Wettbewerbern eine deutliche Unterbewertung, so die Analysten. 25 von 29 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf oder zum Übergewichten.

Ein konkreter Stimmungstest folgt am 23. April mit den Q1-Zahlen. Im Fokus steht dabei der kurzfristige Cloud-Auftragsbestand, der im vierten Quartal 2025 zwar um 25 Prozent zulegte, damit aber unter der eigenen Zielvorgabe blieb. Der Markt wertete die Abweichung als Zeichen nachlassender Dynamik – und dieser Eindruck muss mit den April-Zahlen korrigiert werden, soll die Erholung Substanz bekommen.

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