Dividendenerhöhung, ein milliardenschweres Rückkaufprogramm — und trotzdem notiert die SAP-Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Das Auseinanderdriften von Unternehmensmaßnahmen und Kursentwicklung zeichnet ein widersprüchliches Bild.

Kapitalrückführung auf zwei Spuren

Auf der Hauptversammlung am 5. Mai 2026 in Mannheim sollen die Aktionäre einer Dividende von 2,50 Euro je Aktie zustimmen — ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und bereits die sechste Erhöhung in Folge. Ausgezahlt wird am 8. Mai, der Ex-Tag fällt auf den 6. Mai.

Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Anfang März kaufte SAP allein auf Xetra 50.000 eigene Aktien zwischen 163 und 173 Euro zurück. Das Programm läuft über zwei Jahre und unterstreicht, dass das Management den aktuellen Kursrückgang als Kaufgelegenheit bewertet.

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Starke Prognosen, schwacher Kurs

Der Absturz von rund 18 Prozent seit Jahresbeginn hat seinen Ursprung in den Zahlen vom 29. Januar: Nach Vorlage der Q4-Ergebnisse brach die Aktie intraday um bis zu 17 Prozent ein, weil die Cloud-Backlog-Prognose für 2026 hinter den Markterwartungen zurückblieb. Seither lastet zusätzlich die Sorge auf dem Kurs, dass Künstliche Intelligenz das klassische Softwaregeschäft unter Druck setzen könnte.

Dabei sind die operativen Zahlen alles andere als schwach. Für 2025 meldete SAP einen Cloud-Backlog von 77,3 Milliarden Euro, ein Wachstum von 30 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen Cloud-Umsätze zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro sowie einen Free Cashflow von rund 10 Milliarden Euro. 37 Analysten schätzen den Gesamtumsatz 2026 im Schnitt auf 40,6 Milliarden Euro — rund zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Sicherheitslücken als Zusatzlast

Zum ungünstigen Zeitpunkt kommt ein weiteres Thema hinzu: Der SAP Security Patch Day im März 2026 umfasste 15 Sicherheitshinweise, darunter eine kritische Code-Injection-Schwachstelle in SAP Quotation Management Insurance mit einem CVSS-Score von 9,8. Ursache ist eine veraltete Log4j-Abhängigkeit, die Remote-Execution über das Quotation-Scheduler-Modul ermöglicht. Für Unternehmenskunden mit komplexen hybriden Architekturen ist das Patch-Management damit alles andere als Routine.

Die Q1-Ergebnisse am 23. April werden zeigen, ob SAP den Markt bei der KI-Monetarisierung überzeugen kann. Gelingt das, dürfte das laufende Rückkaufprogramm nahe dem aktuellen 52-Wochen-Tief von rund 165 Euro als solide Unterstützung wirken.

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