SAP wagt einen tiefgreifenden Strategiewechsel im hart umkämpften Markt für Künstliche Intelligenz. Der Konzern verabschiedet sich bei seinen KI-Lösungen schrittweise vom klassischen Abonnement und wechselt zu einer verbrauchsabhängigen Abrechnung. Während das Management damit auf den enormen Wettbewerbsdruck reagiert, betrachten Investoren die schwindende Planbarkeit der künftigen Einnahmen mit spürbarer Skepsis.

Direkter Draht zur Entwicklung

Flankierend zum neuen Preismodell ordnet CEO Christian Klein die internen Strukturen spürbar neu. Ab Juli 2026 sollen sogenannte Forward-Deployed-Engineering-Teams Berater und Entwickler direkt zusammenbringen. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, maßgeschneiderte KI-Anwendungen unmittelbar beim Kunden vor Ort zu entwerfen und die Implementierungszeiten deutlich zu verkürzen. Um diesen Fokus auf die Produktentwicklung an den Standorten Palo Alto und Bangalore zu unterstreichen, hat Klein seine direkte Verantwortung für den Vertrieb abgegeben.

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Investoren scheuen das Risiko

An der Börse erzeugt die Neuausrichtung bislang keine Euphorie. Marktbeobachter werten den Schritt auf nutzungsbasierte Preise zwar als Chance auf langfristig höhere Umsätze pro Kunde. Kurzfristig erschwert das Modell allerdings die Vorhersagbarkeit der Einnahmen erheblich, was in Kombination mit geopolitischen Unsicherheiten auf der Stimmung lastet. Diese Zurückhaltung spiegelt sich im Chartbild wider. Erst am gestrigen Mittwoch rutschte der Kurs auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 160,20 Euro ab. Mit einem aktuellen Niveau von 160,60 Euro summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn mittlerweile auf beachtliche 20,5 Prozent.

Automatisierung im Fokus

Parallel zur vertrieblichen Umstrukturierung baut der Konzern die Fähigkeiten seiner KI-Plattform Joule weiter aus. Auf einer Fachkonferenz in New Orleans präsentierte das Unternehmen in dieser Woche erweiterte Automatisierungsfunktionen für das Reisekosten- und Spesenmanagement. Neue Software-Agenten sollen künftig bis zu 80 Prozent der routinemäßigen Endnutzer-Aktivitäten in diesem Bereich selbstständig abarbeiten.

Die strategische Transformation trifft auf eine entscheidende Phase für den Softwareanbieter. SAP forciert derzeit mit Nachdruck die Migration seiner bestehenden On-Premise-Kunden in die S/4HANA Cloud. Der finanzielle Erfolg des neuen KI-Preismodells hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell die neu formierten Ingenieursteams ab Juli messbare Mehrwerte bei dieser komplexen Kundenbasis implementieren können.

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