Während das Management in Walldorf massiv eigene Papiere einsammelt, markierte der Kurs am Mittwoch bei 160,20 Euro exakt sein neues 52-Wochen-Tief. Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm und starke Fundamentaldaten prallen derzeit auf eine hartnäckige Skepsis der Investoren. Die Gründe für diese Zurückhaltung liegen tief im Software-Sektor verwurzelt.

SAP treibt sein auf zwei Jahre angelegtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro konsequent voran. Allein Mitte März erwarb der Konzern weitere 50.000 Anteile, um das Aktienkapital zu reduzieren. Die Stützungsmaßnahme zeigt am Markt allerdings kaum Wirkung, seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf gut 20 Prozent. Verantwortlich für den Abwärtsdruck sind branchenweite Sorgen, dass neue KI-Anwendungen klassische Softwaremodelle kannibalisieren könnten. Firmenspezifisch drückten zudem 15 neu gemeldete Sicherheitslücken sowie ein leicht verfehltes Ziel beim kurzfristigen Cloud-Vertragsbestand auf die Stimmung.

Operative Stärke als Gegenpol

Hinter dem Kursrutsch verbergen sich keine fundamentalen Einbrüche. Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte mit einem Cloud-Wachstum von 23 Prozent und einer Verdopplung des Nettogewinns robuste Werte. Auch die Analystengemeinschaft wertet die aktuelle Schwäche nicht als Warnsignal für das Geschäftsmodell. Zwar passten Experten von Barclays und BMO Capital ihre Kursziele zuletzt nach unten an, die generellen Kaufempfehlungen bleiben jedoch intakt.

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Wichtige Termine im Frühjahr

Neben den Rückkäufen sollen direkte Ausschüttungen die Anteilseigner bei Laune halten. Zudem stehen wichtige operative Prüfsteine an, die dem Kurs neue Impulse verleihen könnten. Der Fokus richtet sich nun auf folgende Stichtage:

  • 23. April: Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal 2026.
  • 5. Mai: Hauptversammlung mit Abstimmung über die auf 2,50 Euro erhöhte Dividende.
  • 6. Mai: Ex-Dividenden-Tag für die diesjährige Ausschüttung.

Ob der Softwarekonzern das anvisierte Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent für das laufende Jahr untermauern kann, entscheidet sich mit dem Quartalsbericht Ende April. Liefert das Management hier verlässliche Zahlen zur KI-Monetarisierung und einem stabilen Auftragsbestand, liefert dies handfeste Argumente gegen die aktuelle Marktskepsis.

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