Der Nikkei 225 ist dieser Tage ein Spiegel des Nahostkonflikts. Mal fliegen die Kurse nach oben, sobald Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran aufkeimt — mal drücken neue Zweifel die Stimmung wieder nach unten. Genau dieses Wechselspiel bestimmt auch heute den Handel in Tokio.

Ölpreis als Zünglein an der Waage

Noch gestern hatte der Nikkei einen kräftigen Schub bekommen. Der Index legte rund 2,87 Prozent zu und schloss bei 53.749,62 Punkten — angetrieben von Berichten über laufende Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Ölpreis gab daraufhin deutlich nach, was vor allem für Asien eine Erleichterung bedeutet: Denn während Brent-Rohöl auf rund 90 Dollar je Barrel fiel, hatte das für Asien besonders relevante Arabian Light Öl zuvor mit bis zu 148 Dollar je Barrel ein schmerzhaftes Niveau erreicht. Ein Preisniveau, das Importkosten treibt und die Inflationsgefahr in der gesamten Region verschärft.

Heute Morgen trübt sich das Bild wieder ein. Meldungen aus dem Iran, wonach Teheran das US-Waffenstillstandsangebot ablehnt, haben die Kauflaune gedämpft. Dennoch hält sich der Nikkei im Plus und notiert aktuell rund 0,59 Prozent höher bei rund 54.066 Punkten — also knapp unter der 54.200er Marke.

Gewinner, Verlierer, und ein nervöser Finanzsektor

Auf Einzelwertebene sticht SoftBank Group mit einem Plus von mehr als 6 Prozent heraus, nachdem der Titel gestern bereits fast 8 Prozent zugelegt hatte. Auch Panasonic zieht mit knapp 3 Prozent an. Toyota und Honda zeigen sich solide, während im Technologiebereich Tokyo Electron mehr als 1 Prozent gewinnt und Advantest leicht nachgibt.

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Der Bankensektor bleibt hingegen ein Bremsklotz. Mitsubishi UFJ Financial und Mizuho Financial treten weitgehend auf der Stelle, Sumitomo Mitsui Financial verliert knapp 1 Prozent. Das passt ins Bild: Steigende Anleiherenditen und ein schwächerer Yen — der Dollar notiert derzeit im Bereich von 159 Yen — belasten Finanzwerte und erhöhen gleichzeitig den Druck auf die japanische Geldpolitik.

Auf der positiven Seite überrascht Furukawa Electric mit einem Kurssprung von mehr als 8 Prozent, Socionext legt über 7 Prozent zu.

Daten stützen das Bild

Frische Konjunkturdaten aus Japan liefern heute einen ruhigen Hintergrund. Die Erzeugerpreise stiegen im Februar um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr — nach zweimal hintereinander 2,6 Prozent. Ein leichter Anstieg, der auf anhaltenden Preisdruck hindeutet, aber keine unmittelbaren geldpolitischen Reaktionen erzwingen dürfte.

Ob der Nikkei seinen dreitägigen Aufwärtstrend fortsetzen kann, hängt weniger von Konjunkturzahlen ab als vom weiteren Verlauf der Verhandlungen am Golf. Solange dort keine Klarheit herrscht, bleibt der Ölpreis das dominierende Thema — und Asien sitzt dabei auf der empfindlichsten Seite der Waage.

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