Der Softwarekonzern SAP baut seine Führungsstruktur radikal um. CEO Christian Klein gibt operative Macht ab, um das Unternehmen vollständig auf Künstliche Intelligenz auszurichten. Doch kann diese strategische Neuaufstellung den zuletzt schwächelnden Aktienkurs wiederbeleben und die Transformation beschleunigen?

Der Walldorfer Konzern reagiert auf die rasanten Entwicklungen im Tech-Sektor mit einer neuen Ressortverteilung. Um sich intensiver auf die Technologiestrategie konzentrieren zu können, tritt Konzernchef Christian Klein die direkte Verantwortung für den Vertrieb ab. Diese Aufgabe übernimmt ab dem 1. April Vorstandsmitglied Thomas Saueressig in der neu geschaffenen Position des „Chief Customer Officer“.

Saueressig soll in einer neuen Einheit namens „Customer Value Group“ den Vertrieb und Kundenservice zusammenführen. Ziel ist es, die Prozesse vom Verkauf über die Implementierung bis hin zur Betreuung von Cloud- und KI-Lösungen lückenlos zu verzahnen. Klein betonte intern, dass die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung eine solche Fokussierung zwingend erfordere.

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Der strategische Umbau trifft auf eine angespannte charttechnische Situation. Die SAP-Aktie notiert aktuell bei 168,24 Euro und damit in direkter Nähe zum 52-Wochen-Tief von 166,66 Euro. Seit Jahresbeginn haben die Papiere bereits rund 17 Prozent an Wert eingebüßt, was den Druck auf das Management erhöht, Ergebnisse zu liefern.

Parallel zur Neuordnung wurde ein künftiger Abgang bekannt: Muhammad Alam, im Vorstand für Produktentwicklung und Engineering zuständig, wird seinen im März 2027 auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern. Bis dahin liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung von Kerninitiativen wie dem KI-Assistenten „Joule“.

Mit dieser Strukturreform setzt Walldorf klare Prioritäten. Der Erfolg der neuen „Customer Value Group“ wird sich daran messen lassen müssen, ob sie die technische KI-Strategie zügig in monetarisierbare Kundenerfolge übersetzen kann – ein notwendiger Schritt, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und den Abwärtstrend zu brechen.

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