BYD Aktie: Technik im Fokus
BYD schürt mit einem angekündigten Technologie-Event neue Erwartungen. Gleichzeitig zeigen die Februar-Zahlen ein deutliches Absatzloch – das stärkste Minus seit der Pandemie. Genau dieser Spagat macht die Woche für Anleger interessant: Kann neue Technik den Gegenwind im Heimatmarkt zumindest abfedern?
Technik-Event am Mittwoch
Der Autobauer will am Mittwoch an seinem Standort in Shenzhen eine „disruptive Technologie“ vorstellen. Details nannte das Unternehmen in einem WeChat-Post nicht.
Rund um das Event kursieren allerdings konkrete Erwartungen aus Branchenberichten. Im Mittelpunkt dürfte die „Blade Battery 2.0“ stehen. Sie soll eine deutlich höhere Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg erreichen und für mehr als 3.000 Ladezyklen ausgelegt sein.
Auch beim Laden könnte BYD nachlegen. Durchgesickerte Spezifikationen sprechen von neuen Stationen mit bis zu 1.500 kW Spitzenleistung – rund 50% mehr als bei der ersten Generation. Damit wären theoretisch etwa 400 Kilometer Reichweite in fünf Minuten möglich. Zusätzlich wird ein Software-Update des Fahrerassistenzsystems „God’s Eye“ auf Version 5.0 erwartet.
Februar: Absatz bricht ein
Der Technologie-Teaser kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt. BYD meldete für Februar den stärksten Rückgang der weltweiten Verkäufe seit sechs Jahren: Der Absatz fiel um 41,1% gegenüber dem Vorjahr – der sechste Monatsrückgang in Folge. So stark ging es zuletzt im Februar 2020 abwärts, als die Pandemie die Wirtschaft belastete.
Ein wichtiger Faktor war der ungewöhnlich lange Neujahrsurlaub in China, der Produktion und Handel zeitweise nahezu zum Stillstand brachte. Hinzu kam ein Kalendereffekt: Das chinesische Neujahr 2026 lag dieses Mal im Zeitraum 15. bis 23. Februar. Im Vorjahr fiel die Ferienphase überwiegend in den Januar, was Produktions- und Auslieferungspläne anders beeinflusste.
Bei reinen Elektroautos (BEV) sanken die Verkäufe im Februar um 36,3% auf 79.539 Einheiten. Insgesamt lieferte BYD im Februar 190.190 Fahrzeuge (E-Autos und Plug-in-Hybride) aus.
Exportgeschäft bleibt stark
Während der Heimatmarkt schwächelte, hielten sich die Auslandszahlen robust. BYD exportierte im Februar 100.600 NEVs. Damit lagen die Exporte zum vierten Mal in Folge über 100.000 Einheiten und stiegen um 50,09% gegenüber dem Vorjahr.
Auffällig: In einem Monat übertraf der Auslandsabsatz erstmals den Inlandsabsatz. In Europa gewann BYD zuletzt ebenfalls Tempo. Im Januar stiegen die Neuzulassungen in der EU, in Großbritannien und in EFTA-Staaten auf über 18.000 Fahrzeuge und lagen damit fast dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor. Damit zog BYD in Europa im Monatsvergleich an Tesla vorbei.
Parallel treibt BYD den Ausbau voran. In Deutschland soll das Händlernetz bis Ende 2026 von 120 auf 300 Standorte wachsen. Für Europa stehen zudem rund 3.000 Schnellladestationen bis Ende 2026 im Plan; BYD-Managerin Stella Li bestätigte dieses Ziel.
Zum Hintergrund gehört auch die Größenordnung: 2025 kam BYD laut Bericht auf 4,56 Millionen Auslieferungen und lag damit beim weltweiten Volumen vor Ford.
Im Blick bleibt nun der Mittwoch: Laut Deutsche Bank könnte BYD 2026 wieder wachsen und den Absatz um 6% auf 4,9 Millionen Fahrzeuge steigern – als Treiber nennt die Bank die zweite Generation des Megawatt-Schnellladesystems, die die Wettbewerbsfähigkeit der Modelle erhöhen soll.
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