Bei Salesforce geht es heute Abend nicht nur um ein Quartalsergebnis. Anleger wollen vor allem wissen, wie widerstandsfähig das Geschäftsmodell in einer Software-Branche ist, die plötzlich von KI-Ängsten dominiert wird. Kann Salesforce überzeugend zeigen, dass KI das Kerngeschäft stärkt – statt es zu verdrängen?

KI-Sorgen prägen den Ton

Der Software-Sektor hat zuletzt eine spürbare Verkaufswelle erlebt, die einige Marktbeobachter bereits als „SaaSpocalypse“ bezeichnen. Auslöser sind Befürchtungen, dass neue KI-Technologien klassische Software-as-a-Service-Modelle unter Druck setzen könnten.

Diese Stimmung hat auch Salesforce erfasst. Die Aktie ist auf Monatssicht deutlich gefallen und notierte zuletzt nahe ihrem 52-Wochen-Tief – ein Zeichen, wie nervös der Markt auf alles reagiert, was nach strukturellem Wandel klingt.

Agentforce und die Frage nach dem Umsatzbeitrag

Entscheidend wird, welche Details das Management zur Nutzung und zum finanziellen Beitrag der KI-Angebote liefert. Im Mittelpunkt steht dabei die agentische KI-Plattform „Agentforce“, die Salesforce als künftigen Wachstumstreiber positioniert.

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Genau hier setzt die Erwartung vieler Investoren an: Sie wollen eine belastbare Einordnung zur „KI-Verdrängungs“-Erzählung – und idealerweise eine Prognose, die den potenziellen Umsatzbeitrag der KI-Produkte greifbarer macht. Zuletzt konnten neue Ankündigungen aus dem KI-Umfeld die Stimmung bei einigen Tech-Werten zwar etwas stabilisieren, weil stärker die Integration in bestehende Systeme betont wurde. Salesforce dürfte versuchen, diese Linie zu untermauern: KI als Ergänzung der CRM-Plattform, nicht als Ersatz.

Erwartungen, Ausblick und Informatica-Integration

Für das vierte Quartal erwarten Analysten an der Wall Street einen Umsatz von rund 11,19 bis 11,2 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von etwa 3,05 US-Dollar. Noch wichtiger als die „Headline-Zahlen“ dürfte aber der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr werden.

Zusätzlich schauen Investoren auf Kommentare zur Integration der jüngsten Übernahmen – ausdrücklich genannt wird Informatica, das Salesforce zur Stärkung von Datenintegration und Daten-Governance gekauft hat. Auch die Entwicklung der Kernprodukte wie Sales Cloud und Service Cloud bleibt ein Prüfstein. Auffällig: Für die Ergebnispräsentation kündigte Salesforce ein neues „Earnings Show“-Format an, das live aus dem Salesforce Tower gesendet werden soll.

Die Zahlen kommen heute nach US-Börsenschluss, die anschließende Telefonkonferenz startet am selben Tag um 14:00 Uhr PT (17:00 Uhr ET) – und genau dort dürfte sich entscheiden, ob Salesforce beim Thema KI mehr liefern kann als eine gute Story: nämlich konkrete Orientierung für das kommende Geschäftsjahr.

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