Die Salesforce-Aktie hat ein brutales Jahr hinter sich und kämpft mit einem massiven Vertrauensverlust am Markt. Während der Kurs bröckelt, setzt CEO Marc Benioff auf eine aggressive Flucht nach vorn: Zukäufe im Akkord und volle Konzentration auf die KI-Plattform Agentforce. Vor den anstehenden Quartalszahlen steht nun die Frage im Raum: Kann diese Strategie den Abwärtstrend stoppen oder greift die Angst vor der Disruption des Geschäftsmodells weiter um sich?

Offensive durch Übernahmen

Unmittelbar vor den Zahlen meldet Salesforce den nächsten Zukauf: Mit der Übernahme von Momentum sichert sich der Konzern Technologie zur Analyse von Sprach- und Videodaten. Es ist bereits der zehnte Deal in rund sechs Monaten. Das Ziel ist klar definiert: Die KI-Plattform Agentforce soll mit strukturierten Daten aus Quellen wie Zoom oder Google Meet gefüttert werden.

Diese Strategie zielt darauf ab, eine Lücke im Portfolio zu schließen. Salesforce baut laut Analysten keine bloße KI-Ergänzung, sondern ein komplettes Betriebssystem für Umsatzgenerierung, das "agent-native" funktioniert. Die Integration von Momentum folgt auf den Kauf von Cimulate früher im Monat und soll die Automatisierung von Vertriebsprozessen massiv vorantreiben.

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Angst vor der "SaaSpocalypse"

Der strategische Aktionismus trifft auf eine extrem angespannte Marktstimmung. Die Aktie notiert mit 157,14 Euro in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs und hat seit Jahresanfang gut 27 Prozent an Wert verloren. Händler sprechen bereits von einer "SaaSpocalypse" – getrieben von der Sorge, dass KI-Modelle von Anbietern wie OpenAI klassische Software-Lizenzen (SaaS) überflüssig machen könnten.

Trotz des Abverkaufs gibt es Gegenstimmen. Analysten von Wedbush bezeichnen die aktuelle Panik als eine der "am stärksten vom Markt abgekoppelten Handelsbewegungen" und sehen in der KI-Infrastruktur eher eine Chance als eine Bedrohung für etablierte Player. Auch die Citigroup bleibt zwar vorsichtig, sieht das Kursziel aber immer noch über dem aktuellen Niveau, wenngleich dieses kürzlich gesenkt wurde.

Zahlenwerk im neuen Gewand

Am 25. Februar wird sich zeigen, ob die Skepsis berechtigt ist. Dabei wählt Salesforce einen ungewöhnlichen Weg: Statt einer klassischen Telefonkonferenz plant CEO Marc Benioff eine Art Live-Show zur Präsentation der Ergebnisse. Finanziell muss das Unternehmen an das vorangegangene Quartal anknüpfen, in dem der Umsatz um 9 Prozent stieg und die operative Marge einen Rekordwert erreichte. Besonders im Fokus steht das Wachstum der KI-Sparte, deren wiederkehrende Umsätze zuletzt dreistellig zulegten.

Der kommende Dienstag markiert einen entscheidenden Test für die Glaubwürdigkeit der neuen KI-Strategie. Anleger erwarten nicht nur solide Finanzkennzahlen, sondern vor allem den Beweis, dass die Integration der zugekauften Technologien die Monetarisierung von Agentforce beschleunigt. Gelingt dies nicht, dürften die Argumente der Bären im aktuellen Marktumfeld weiteres Gewicht erhalten.

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