Die Salesforce-Aktie steht unter Druck. Am Dienstag notiert der Titel bei 189,72 Dollar – nahe dem 52-Wochen-Tief von 180,24 Dollar. Binnen Jahresfrist hat das Papier rund 25 Prozent eingebüßt. Während die UBS ihr Kursziel drastisch senkt, sehen andere Analysten in der KI-Sparte Agentforce einen Hoffnungsschimmer. Die Ausgangslage ist verzwickt: Einerseits wächst die neue KI-Produktlinie rasant, andererseits lastet Margendruck auf dem klassischen Geschäft.

UBS kappt Kursziel um 23 Prozent

Die Schweizer Großbank UBS hat am 16. Februar ihr Kursziel für Salesforce von 260 auf 200 Dollar gesenkt und das Rating auf "Neutral" belassen. Analyst Karl Keirstead verweist auf die jüngste Branchenbewertung und fehlende Kurstreiber. Aus Kundengesprächen zieht er jedoch eine beruhigende Schlussfolgerung: Derzeit zeige sich kein Interesse daran, Salesforce-Lösungen durch KI-Alternativen zu ersetzen. Das klassische Geschäftsmodell steht also nicht unmittelbar vor der Disruption – doch Wachstumsimpulse bleiben Mangelware.

Parallel dazu sieht sich Salesforce in einem schwierigen Spagat: Am unteren Ende des Marktes drängen günstige KI-Tools ins Geschäft, am oberen Ende geraten die Lizenzmodelle unter Druck. Die Bruttogewinnmarge von 77,7 Prozent und ein Jahresumsatz von 40,3 Milliarden Dollar zeigen zwar weiterhin Profitabilität – doch die Dynamik schwächt sich ab.

Agentforce wächst um 230 Prozent

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Einen Lichtblick bietet die KI-Plattform Agentforce. Diese erzielte im dritten Quartal des Geschäftsjahres bereits mehr als 500 Millionen Dollar an wiederkehrenden Jahresumsätzen – ein Plus von 230 Prozent zum Vorjahr. Citizens-Analyst Patrick Walravens bestätigte am Dienstag sein Kursziel von 315 Dollar und das Rating "Market Outperform". Das impliziert ein Aufwärtspotenzial von 66 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.

Agentforce soll Marketing-Teams helfen, Werbeanzeigen in Echtzeit zu optimieren. Am 17. Februar kündigte das Bostoner Start-up Copley den Launch eines Marketing-Agenten an, der auf Salesforce-Systemen aufsetzt und Kampagnendaten direkt in Slack einspielt. Die Integration solcher Lösungen könnte die Nutzerbindung stärken und neue Umsatzströme erschließen.

Zusätzlichen Rückenwind verspricht ein 5,6 Milliarden Dollar schwerer Zehnjahresvertrag mit der US-Armee, der über die Sicherheitstochter Computable Insights abgewickelt wird. Solche Großaufträge stabilisieren das Fundament – doch ob sie ausreichen, um den Abwärtstrend zu brechen, bleibt offen. Die Marktstimmung ist verhalten, und ohne handfeste Beweise für beschleunigtes Wachstum dürfte sich daran kurzfristig wenig ändern.

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