Bitcoin: Vertrauenstest
Bitcoin steht heute gleich von mehreren Seiten unter Druck. Ausgerechnet aus Washington kommt ein klares Signal: Der Staat wird den Markt nicht stützen. Gleichzeitig ziehen große Investoren Kapital ab – und damit wird aus einer normalen Korrektur schnell ein echter Stresstest für die Liquidität.
US-Finanzministerium: Kein Rettungsanker
Auslöser für neue Nervosität war eine Aussage von US-Finanzminister Scott Bessent vor dem House Financial Services Committee am 4. Februar. Er machte deutlich, die Bundesregierung habe „keine Befugnis“, einen Bitcoin-„Bailout“ umzusetzen oder Banken zu Käufen digitaler Assets zu drängen, um den Markt zu stabilisieren.
Spannend: Bessent bestätigte zugleich, dass die US-Regierung inzwischen über mehr als 15 Mrd. USD an beschlagnahmten Bitcoin hält – deutlich mehr als der ursprüngliche Beschlagnahmewert von 500 Mio. USD. Vorschläge, Goldreserven oder Steuergelder zu nutzen, um daraus ein strategisches Kaufprogramm zu machen (unter anderem in Anlehnung an eine Idee von Senatorin Cynthia Lummis), wies er jedoch zurück. Änderungen seien nur unter strikter Budgetneutralität denkbar.
ETF-Abflüsse erhöhen den Druck
Parallel hat sich die Stimmung bei institutionellen Investoren diese Woche merklich eingetrübt. Laut Daten vom 3. Februar verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 272,02 Mio. USD und machten damit die Zuflüsse vom Vortag wieder zunichte.
Besonders stark betroffen waren:
- Fidelity (FBTC): 148,7 Mio. USD Abflüsse
- Grayscale: 90,43 Mio. USD Abflüsse
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In der Summe drückte dieser Trend die gesamten Nettovermögen der ETFs in den letzten drei Wochen von 128 Mrd. USD auf etwa 97 Mrd. USD. Der Rückzug passt in das größere Bild: Auch Tech-Werte schwächeln, der Nasdaq geriet ins Stolpern – und Bitcoin tat sich schwer, sich von dieser „Risk-off“-Stimmung abzukoppeln.
70.000-Dollar-Marke im Fokus
Der Markt richtet den Blick nun auf die psychologisch wichtige 70.000-Dollar-Schwelle. Auf Polymarket wird derzeit eine 71%-Wahrscheinlichkeit gehandelt, dass Bitcoin dieses Niveau im Februar berührt. Genau hier entscheidet sich, ob der Markt einen Boden findet oder ob weitere erzwungene Verkäufe nachschieben.
Kursseitig ist das Bild angeschlagen: Mit 71.511 USD markiert Bitcoin heute zugleich sein 52-Wochen-Tief. In den letzten 7 Tagen ging es um 19,80% nach unten. Das unterstreicht, wie schnell sich die Abwärtsdynamik zuletzt aufgebaut hat.
Zusätzlicher Druck kommt von der Unternehmensseite: MicroStrategy, einer der größten Corporate-Holder, sitzt laut den vor der Q4-Telefonkonferenz (heute, 5. Februar) veröffentlichten Daten auf nicht realisierten Verlusten von über 2 Mrd. USD. Der durchschnittliche Einstandspreis für 713.502 BTC liegt bei 76.052 USD – damit ist die Treasury-Strategie bei Kursen um 71.000 bis 73.000 USD vorübergehend „unter Wasser“. Genau solche Konstellationen können die Nervosität im Markt verstärken, weil Investoren die Hebelwirkung und die Abhängigkeit von der Bitcoin-Volatilität neu bewerten.
Zum Tagesausklang dürfte sich daher vieles daran entscheiden, ob der Bereich um 70.000 USD hält – und ob nach den ETF-Abflüssen wieder Käufer bereitstehen, sobald der politische Rückenwind ausbleibt.
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