XRP rutscht auf den tiefsten Stand seit November 2024 – und das ausgerechnet in einer Phase, in der Ripple bei Regulierung und Infrastruktur wichtige Häkchen setzt. Genau diese Diskrepanz macht den aktuellen Kursverlauf so interessant. Denn die Frage ist nicht, ob Ripple vorankommt, sondern warum das am Token bislang kaum ablesbar ist.

Der Kurs liegt heute bei 1,44 US-Dollar und markiert damit ein neues 52‑Wochen‑Tief. In den vergangenen 30 Tagen summiert sich das Minus auf -38,91%.

Abverkauf im Kryptomarkt zieht mit

Der Rückgang kommt nicht aus dem Nichts. XRP geriet in einen breiteren Markt-Sog, der vor allem durch die Schwäche bei Bitcoin verstärkt wurde. Wenn die Leitwährung wackelt, steigt die Risikoaversion – und viele Anleger reduzieren Positionen quer durch den Markt.

Dazu passt, was sich im Derivatehandel zeigt: Laut Daten zur Optionsaktivität positionieren sich Trader verstärkt über Strategien wie Put-Spreads und Strangles. Das signalisiert vor allem eines: Der Markt rechnet mit anhaltender Schwankung und hält weitere Rücksetzer für möglich.

Technische Marke gerissen, wenig Halt darunter

Wichtig ist auch die charttechnische Ebene: XRP ist unter eine zuvor relevante Unterstützungszone gefallen, die in der Vergangenheit Stabilität gegeben hatte. Laut CoinDesk entsteht darunter ein Bereich mit wenig historischer Unterstützung – ein „Luftloch“, in dem Käufer häufig erst später wieder entschlossener auftreten.

Dass der RSI (14 Tage) bei 28,8 liegt, unterstreicht das kurzfristig überverkaufte Bild. Ein Automatismus für eine schnelle Erholung ist das aber nicht, solange der Gesamtmarkt schwach bleibt.

Netzwerk-Upgrade und Lizenzen: gut fürs Geschäft, nicht zwingend für XRP

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Fundamental wirkt die Nachrichtenlage auf den ersten Blick konstruktiv:

  • XRP Ledger aktivierte am 4. Februar die Änderung XLS‑80 („Permissioned Domains“)
  • Zustimmung: über 91% der Validatoren
  • Ziel: Zugangsbereiche („Zonen“) schaffen, in denen regulierte Institutionen compliant auf der öffentlichen XRPL-Infrastruktur arbeiten können

Der Knackpunkt: Das Upgrade gilt als Grundlagenarbeit. Es verändert weder Angebot noch Gebührenstruktur und schafft nicht automatisch neue Nachfrage nach XRP. Entsprechend sehen Beobachter darin eher ein Infrastruktur-Puzzlestück als einen direkten Kurstreiber.

Auch regulatorisch kommt Ripple voran. Das Unternehmen erhielt eine vollständige EMI-Zulassung in Luxemburg, womit die Zahl der Lizenzen laut Bericht auf über 75 Jurisdiktionen steigt. Zuvor gab es im Januar bereits Fortschritte in Großbritannien (EMI-Lizenz und Krypto-Registrierung). Ripple baut zudem seine Angebote aus, etwa mit „Ripple Treasury“ und über eine Partnerschaft mit der LMAX Group, die RLUSD als Sicherheit einbinden soll.

Der Haken bleibt jedoch bestehen: Viele dieser Ripple-Services können so strukturiert sein, dass sie nicht zwingend XRP als Abwicklungs-Asset benötigen. Damit erklärt sich die Lücke zwischen operativem Fortschritt und Token-Preis recht nüchtern.

Was in Washington diskutiert wird

Konkreter nächster Impulsgeber könnte die US-Regulierung werden. Am 3. Februar kam es im Weißen Haus zu einem Treffen mit Vertretern aus Banken- und Kryptobranche, um Bewegung in den festgefahrenen „Clarity Act“ zur Marktstruktur zu bringen. Laut Reuters waren neben anderen großen Krypto-Firmen auch Ripple-Vertreter dabei.

Im Zentrum standen Streitpunkte rund um Stablecoin-Zinsregelungen, die das Gesetz bislang ausbremsen. Für XRP ist genau diese regulatorische Klarheit in den USA ein Faktor, der mittelfristig relevanter sein dürfte als weitere Infrastruktur-Updates ohne direkte Nachfragewirkung.

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