Salesforce hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die stärksten Zahlen seiner Unternehmensgeschichte abgeliefert – und kündigt ein 50-Milliarden-Dollar-Aktienrückkaufprogramm an. Gleichzeitig steht die Aktie unter massivem Druck: Seit Jahresbeginn verlor der Titel fast 24 Prozent. Wie passt das zusammen?

Gewinnsprung weit über Erwartungen

Der Softwarekonzern meldete einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,81 Dollar – die Analystenschätzung von 3,04 Dollar wurde damit um fast 25 Prozent übertroffen. Der Umsatz lag mit 11,20 Milliarden Dollar knapp über den erwarteten 11,18 Milliarden.

Im Gesamtjahr 2026 erreichte Salesforce einen Erlös von 41,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 10 Prozent. Der Nettogewinn im Schlussquartal stieg auf 1,94 Milliarden Dollar, verglichen mit 1,71 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Agentforce: KI-Plattform mit Wachstumsschub

Das zentrale Wachstumsthema heißt Agentforce. Die KI-Plattform des Unternehmens verzeichnete einen Anstieg des wiederkehrenden Umsatzes (ARR) um 169 Prozent auf 800 Millionen Dollar. Salesforce schloss in den ersten 15 Monaten nach dem Start 29.000 Agentforce-Verträge ab – allein im vierten Quartal ein Zuwachs von 50 Prozent.

Zu den Kunden, die auf die KI-Lösung setzen, zählen Amazon, Ford, AT&T, Moderna und Pfizer. Insgesamt verarbeitete die Plattform bislang rund 20 Billionen Tokens, die in über 2,4 Milliarden automatisierte Arbeitseinheiten umgewandelt wurden.

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Auftragslage deutet auf weiteres Wachstum

Ein Blick auf die künftigen Umsätze zeigt Stärke: Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) stiegen auf 72,4 Milliarden Dollar, ein Anstieg um 14 Prozent. Der kurzfristige RPO – der Umsatz, der in den kommenden zwölf Monaten erwartet wird – kletterte um 16 Prozent auf 35,1 Milliarden Dollar und übertraf die Konsensprognose von 34,53 Milliarden.

Kapitalrückgaben und Dividendenerhöhung

Im Geschäftsjahr 2026 flossen über 14 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück, was 99 Prozent des freien Cashflows entspricht. Nun genehmigte der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 50 Milliarden Dollar. Zusätzlich erhöht sich die Quartalsdividende um 5,8 Prozent auf 0,44 Dollar je Aktie, zahlbar am 23. April 2026.

Informatica-Übernahme und Ausblick

Während des Quartals schloss Salesforce die 8-Milliarden-Dollar-Übernahme von Informatica ab. Der Datenmanagement-Spezialist steuerte im Quartal bereits 399 Millionen Dollar zum Umsatz bei. Das Umsatzziel für 2030 hob das Management auf 63 Milliarden Dollar an – zuvor lagen die Erwartungen bei über 60 Milliarden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2027 rechnet Salesforce mit einem Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 10 bis 11 Prozent entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 13,11 und 13,19 Dollar liegen. Im ersten Quartal erwartet das Unternehmen Erlöse von 11,03 bis 11,08 Milliarden Dollar – über der Analystenschätzung von 10,99 Milliarden.

Die operative Marge soll im Gesamtjahr bei 34,3 Prozent landen. Im vergangenen Jahr erreichte Salesforce eine Nettomarge von 26,2 Prozent – deutlich über dem historischen Zehn-Jahres-Schnitt von 7,6 Prozent.

Kursrückgang trotz Rekordgewinns

Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Aktienkursentwicklung bleibt auffällig. Während der S&P 500 seit Jahresbeginn leicht zulegte, büßte die Salesforce-Aktie fast ein Viertel an Wert ein. Software-Titel stehen branchenweit unter Druck – Investoren fürchten, dass generative KI-Modelle etablierte Geschäftsmodelle grundlegend verändern könnten. Ob die massive Kapitalrückgabe und die Agentforce-Strategie ausreichen, um diese Sorgen zu entkräften, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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