Salesforce Aktie: 50-Milliarden-Dollar-Signal
Die Salesforce-Aktie hat ein schwieriges Jahr hinter sich und verlor seit Januar massiv an Wert. Doch nun setzt der Software-Gigant ein deutliches Ausrufezeichen gegen die Skepsis der Anleger. Mit Rekordzahlen und einem gigantischen Aktienrückkaufprogramm will CEO Marc Benioff das Vertrauen zurückgewinnen und beweisen, dass der Konzern im KI-Zeitalter wettbewerbsfähig bleibt.
Rekordgewinn und massiver Rückkauf
Das vierte Quartal lief besser als erwartet. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar – das stärkste Wachstum seit zwei Jahren. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie übertraf mit 3,81 Dollar die Prognosen der Wall Street deutlich. Doch das eigentliche Highlight für Investoren ist die Kapitalallokation: Salesforce kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 50 Milliarden Dollar an.
CEO Marc Benioff begründete diesen Schritt in einer Telefonkonferenz mit den aktuell "niedrigen Preisen" der eigenen Papiere. Das neue Programm ersetzt alle bisherigen Ermächtigungen, wobei sich das Unternehmen nicht verpflichtet hat, die volle Summe in einem bestimmten Zeitraum auszugeben. Zusätzlich wird die Quartalsdividende auf 44 Cent je Aktie angehoben.
KI-Plattform "Agentforce" wächst
Zentrales Thema für die Zukunft bleibt die KI-Plattform "Agentforce". Diese autonomen KI-Agenten generieren inzwischen wiederkehrende jährliche Einnahmen (ARR) von 800 Millionen Dollar – ein Plus von 169 Prozent im Jahresvergleich. Zusammen mit der Data Cloud liegt der ARR bei über 2,9 Milliarden Dollar.
Analysten bewerten diese Entwicklung jedoch unterschiedlich. Während die Dynamik beeindruckt, warnen Experten wie Karl Keirstead von der UBS vor verfrühter Euphorie. Sein Argument: 98 Prozent des Umsatzes stammen immer noch aus den traditionellen Geschäftsbereichen, die unter Druck stehen. Auch Goldman Sachs sieht den entscheidenden Faktor darin, ob Salesforce seine Fachkompetenz nutzen kann, um mit Agentforce bessere Ergebnisse zu liefern als neuere Wettbewerber.
Gemischter Ausblick und Marktreaktion
Trotz der starken Quartalszahlen bleibt der Ausblick verhalten. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 liegt mit 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar am unteren Ende leicht unter den Erwartungen der Analysten. Das organische Wachstum bewegt sich dabei im einstelligen Bereich, da ein Teil des Zuwachses durch die Übernahme von Informatica zustande kommt. Eine Beschleunigung des organischen Wachstums erwartet das Management erst in der zweiten Jahreshälfte.
Die Aktie reagierte zunächst positiv auf die Nachrichten. Dies ist angesichts der Jahresperformance auch nötig: Seit Jahresbeginn liegt der Titel mit über 23 Prozent im Minus. Der gesamte Softwaresektor leidet derzeit unter der Angst vor Disruption durch künstliche Intelligenz. Ein finanzieller Lichtblick im Quartal war zudem ein Bewertungsgewinn von 811 Millionen Dollar durch die strategische Beteiligung am KI-Startup Anthropic.
Fazit
Am heutigen Freitag, den 27. Februar 2026, werden Führungskräfte in einem Webinar weitere Details zur KI-Strategie erläutern. Entscheidend für die Kursentwicklung in den kommenden Monaten wird sein, wie schnell Salesforce die neue Agentforce-Plattform über den aktuellen Umsatzanteil von zwei Prozent hinaus skalieren kann, um das schwächelnde organische Wachstum im Kerngeschäft zu kompensieren.
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