RWE-Chef Markus Krebber legt sich mit der Bundesregierung an. Auf dem Handelsblatt-Energie-Gipfel stellt er Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ein klares Ultimatum: Ohne gesetzliche Klarheit vor der Sommerpause drohe im Herbst eine "riesige Enttäuschung". Im Zentrum steht die Kraftwerksstrategie, die über Milliarden-Investitionen entscheidet. Gleichzeitig baut BlackRock seine Position aus – ein Zeichen institutionellen Vertrauens trotz politischer Unwägbarkeiten.

Die Ausgangslage:
- RWE plant neue Gaskraftwerke mit bis zu 3 GW Leistung
- Inbetriebnahme bis 2031 erforderlich – das Zeitfenster wird eng
- Wirtschaftsministerin Reiche kündigte Ausschreibungen über 12 GW für 2026 an
- BlackRock erhöht Anteil auf 5,07 Prozent
- Aktie notiert nahe 53 Euro, 81 Prozent über Vorjahresniveau

Krebber fordert Gesetzgebung vor Sommerpause

Der RWE-Vorstandschef verknüpft die Investitionsbereitschaft des Konzerns direkt mit dem politischen Zeitplan. Gesetzliche Rahmenbedingungen, EU-Abstimmung und Ausschreibungsdesign müssen laut Krebber noch vor der parlamentarischen Sommerpause 2026 stehen. Die neuen Gaskraftwerke sollen als Backup für windstille, sonnenarme Phasen dienen – sogenannte Dunkelflauten.

Das Problem: Ohne Zuschläge bis Herbst 2026 gerät der Zeitplan für die Inbetriebnahme bis 2030/2031 massiv in Gefahr. Konkurrent Uniper plant parallel Anlagen mit rund 2 GW Leistung. Der Wettbewerb um staatliche Förderung ist damit bereits programmiert.

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BlackRock stockt auf – Rückkäufe verlieren an Schwung

Abseits der politischen Bühne sendet der Kapitalmarkt gemischte Signale. BlackRock erhöhte seine Beteiligung leicht von 5,03 auf 5,07 Prozent. Die Stimmrechtsmitteilung vom 28. Januar dokumentiert das anhaltende Interesse institutioneller Investoren an der Energiewende-Strategie des DAX-Konzerns.

RWE selbst kaufte in der Woche vom 19. bis 23. Januar weitere 402.551 eigene Aktien zu durchschnittlich 51,29 Euro zurück. Seit Start der dritten Tranche summiert sich das Volumen auf knapp 3 Millionen Aktien. Doch Krebber dämpft Erwartungen: Bei Kursen über 50 Euro sei die ökonomische Logik eine andere als beim Programmstart bei 28 Euro. Das aktuelle Rückkaufvolumen von 1,5 Milliarden Euro läuft noch bis Mai 2026.

Analysten bleiben optimistisch

Jefferies bestätigte am 23. Januar die Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 61 Euro an – ein Potenzial von über 15 Prozent. Barclays agiert zurückhaltender mit "Overweight" und 52 Euro Kursziel, was dem aktuellen Niveau entspricht. Im Konsens liegt das durchschnittliche Kursziel bei 54,83 Euro.

Die Aktie hält sich damit stabil in einem Markt, der von politischer Unsicherheit geprägt ist. Investoren warten nun auf konkrete Signale aus Berlin. Erfüllt die Bundesregierung Krebbers Forderung, könnte RWE noch in diesem Jahr Planungssicherheit für Milliarden-Investitionen erhalten. Bleibt die Kraftwerksstrategie auf der langen Bank, rückt der kritische Zeitpunkt im Herbst näher – mit potenziell weitreichenden Folgen für die Energieversorgung ab 2030.

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