Rwe Aktie: Blockchain-Erfolge strahlen!
RWE stellt sein Geschäftsprofil konsequent auf Offshore-Wind und große Erneuerbaren-Projekte um – und trifft damit exakt den Kurs der europäischen Energiepolitik. Der Nordsee-Gipfel, milliardenschwere Projektzuschläge in Großbritannien und eine klare Fokussierung auf Kernmärkte bilden den strategischen Rahmen. Für die Aktie ist das mehr als nur Hintergrundrauschen: Der Kurs nähert sich seinem Jahreshoch und spiegelt den Rückenwind aus der Projektpipeline wider.
Die Fakten im Überblick
- Historischer Nordsee-Pakt: bis 2050 sollen 300 GW Offshore-Wind in der Nordsee entstehen
- RWE sichert sich in Großbritannien 6,9 GW Offshore-Kapazität in einer Auktion
- Strategische Partnerschaft mit KKR für die milliardenschweren Norfolk-Projekte
- Verkauf des Schweden-Geschäfts zur Fokussierung auf dynamische Kernmärkte
- Mehrere Banken heben Kursziele auf 55–61 Euro an
- Aktie aktuell bei rund 52,24 Euro, knapp unter dem 52‑Wochen-Hoch
Politischer Rückenwind aus der Nordsee
Der Nordsee-Gipfel in Hamburg setzt einen klaren Rahmen für die nächsten Jahrzehnte der europäischen Offshore-Strategie. Neun Staaten haben sich auf:
- 300 Gigawatt Offshore-Windkapazität bis 2050 und
- einen verbindlichen jährlichen Zubau von 15 Gigawatt zwischen 2031 und 2040
verständigt. Insgesamt sollen Investitionen und wirtschaftliche Aktivitäten von rund 1 Billion Euro angestoßen werden, die Branche plant zudem mit 91.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und einer Kostenreduktion von 30 % bis 2040.
RWE gehört bereits heute zu den führenden Offshore-Betreibern in Europa, mit 19 Windparks und 6,2 Gigawatt installierter Leistung in fünf Ländern. Die politischen Ausbauziele vergrößern den adressierbaren Markt deutlich und geben bestehenden sowie geplanten Projekten zusätzliche Visibilität.
6,9 GW in britischer Auktion gesichert
Ein zentrales operatives Highlight ist der Erfolg in der jüngsten britischen Contracts-for-Difference-Auktion (AR7). RWE erhielt dort Zuschläge für fünf Offshore-Projekte mit zusammen 6,9 Gigawatt zu einem Strike-Preis von 91,20 Pfund je Megawattstunde. Damit sind zentrale Projekte der nächsten Dekade preislich und regulatorisch unterlegt.
Die wichtigsten Vorhaben im Überblick:
- Norfolk Vanguard East & West (UK)
- Kombinierte Kapazität: 3,1 GW
- Lage: 50–80 km vor der Küste von Norfolk
-
Geplante Inbetriebnahme: 2029 und 2030
-
Dogger Bank South (UK)
- Kapazität: 3 GW
- Partner: Masdar mit 49 % Beteiligung
-
Zeitplan: 2031/2032
-
Awel y Môr (Wales)
- Kapazität: 0,8 GW
- Partner: Stadtwerke München (30 %), Siemens (10 %)
- Fertigstellung: 2031
Diese Projekte bilden das Rückgrat des RWE-Wachstums im Offshore-Segment für die 2030er-Jahre und stärken die langfristige Ertragsperspektive.
KKR steigt bei Norfolk-Projekten ein
Parallel zum Auktionserfolg hat RWE mit KKR einen finanzstarken Partner für zwei Schlüsselprojekte gefunden. Der US-Investor erwirbt jeweils 50 % an Norfolk Vanguard East und West. Für beide Windparks zusammen wird ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 15 Milliarden US-Dollar veranschlagt.
Die finale Investitionsentscheidung sowie der Abschluss der Projektfinanzierung sind für den Sommer 2026 vorgesehen. Die Kooperation entlastet die Bilanz, teilt die Risiken großer Einzelprojekte und eröffnet Spielraum für weitere Vorhaben. Beide Partner prüfen bereits zusätzliche gemeinsame Projekte – ein Hinweis darauf, dass die Zusammenarbeit strategisch angelegt ist.
Portfolio-Bereinigung: Ausstieg aus Schweden
Auf der anderen Seite trennt sich RWE von Aktivitäten, die nicht in dieses Großprojektprofil passen. Das schwedische Windgeschäft geht an den norwegischen Erneuerbaren-Spezialisten Aneo. Der Verkauf umfasst:
- 124 MW Onshore-Windkapazität in 11 Windparks
- den 48 MW Offshore-Windpark Karehamn in der Ostsee
- eine Onshore-Entwicklungspipeline von 1,8 GW
- Teile des Drittanbieter-Servicegeschäfts
Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Quartal 2026 erwartet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Veräußerung passt zur Strategie, Kapital und Managementkapazität auf dynamische Märkte mit großvolumigen Projekten zu konzentrieren.
Analysten reagieren mit höheren Kurszielen
Die Kombination aus politischem Rückenwind, gesicherten Projekten und Portfoliofokus bleibt auch bei den Investmentbanken nicht unbemerkt. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele angehoben oder bestätigen ein positives Votum:
- Jefferies: Rating „Buy“, Kursziel von 54 auf 61 Euro erhöht
- Morgan Stanley: „Overweight“, Kursziel 60 Euro
- Deutsche Bank: „Buy“, Kursziel 55 Euro
- Berenberg: „Buy“, Kursziel 58 Euro
- UBS: stuft RWE als „Top Pick“ im europäischen Versorgersektor ein, Kursziel 55 Euro
Die UBS spricht von einem Jahr 2026 „voller Katalysatoren“. Ein zentrales Ereignis ist das für März angekündigte Strategie-Update, bei dem der Konzern seine langfristigen Pläne voraussichtlich weiter konkretisiert.
Operative Fortschritte außerhalb der Großprojekte
Neben den großen Offshore-Vorhaben arbeitet RWE auch an langfristig abgesicherten Erlösstrukturen. In Großbritannien wurde ein achtjähriger Stromabnahmevertrag (PPA) mit dem Rechenzentrumsbetreiber Global Switch geschlossen. Der Strom stammt aus dem walisischen Onshore-Windpark Brechfa Forest West. Solche PPAs stabilisieren Cashflows und binden industrielle Kunden direkt an Erneuerbaren-Kapazitäten.
In Dänemark hat der Offshore-Windpark Thor von der nationalen Energieagentur die Genehmigung zur Stromproduktion erhalten – ein weiterer Baustein im wachsenden Offshore-Portfolio. Die nächsten Quartalszahlen will RWE am 12. März 2026 vorlegen, womit bald ein aktueller Blick auf die finanzielle Seite der Ausbauoffensive möglich wird.
Aktie nahe Jahreshoch
Am Markt spiegelt sich der Rückenwind zunehmend im Kurs wider. Die Aktie notiert aktuell bei rund 52,24 Euro und liegt damit nur knapp unter dem 52‑Wochen-Hoch von 53,42 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Anstieg von gut 80 %, seit Jahresbeginn rund 11 %. Der Titel handelt deutlich über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50 und 200 Tage, was den bestehenden Aufwärtstrend unterstreicht.
Entscheidend für den weiteren Verlauf dürften nun das Strategie-Update im März und die finale Struktur zentraler Projekte wie Norfolk und Dogger Bank werden: Gelingt hier die planmäßige Umsetzung, bleibt die Offshore-Story des Konzerns ein zentraler Treiber für Ergebnisentwicklung und Bewertungsniveau.
Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








