Unruhe beim europäischen Medienkonzern RTL Group: Hacker sind in das interne Intranet eingedrungen und haben sensible Daten von rund 27.000 Mitarbeitern abgegriffen. Während das Management betont, dass Kundendaten nicht betroffen sind, wirft der Vorfall in einer Phase des strategischen Umbaus kritische Fragen zur IT-Sicherheit auf. Besonders die potenzielle Gefährdung investigativer Journalisten bereitet Experten Sorgen.

Angriff auf das Intranet bestätigt

Berichten von Cybernews und der Luxembourg Times zufolge ereignete sich der Zugriff im Februar 2026. Die Angreifer veröffentlichten Datensätze auf einer bekannten Leak-Plattform im Darknet, die unter anderem vollständige Namen, geschäftliche E-Mail-Adressen, Büroadressen sowie Telefonnummern enthalten. Eine Analyse von Stichproben durch Sicherheitsexperten deutet darauf hin, dass die veröffentlichten Informationen authentisch sind.

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Der Konzern hat den Vorfall inzwischen bestätigt. Ein Sprecher erklärte, dass Daten von etwa 27.000 Angestellten der Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften betroffen seien. Wichtig für das operative Geschäft: Nach aktuellem Kenntnisstand wurden weder Passwörter entwendet noch Daten von externen Kunden oder Zuschauern kompromittiert. Die genaue Einfallstor für den Angriff ist noch Gegenstand interner Ermittlungen.

Brisanz für Redaktionen

Der Vorfall wiegt schwerer als bei herkömmlichen Unternehmen, da die RTL Group als Medienhaus zahlreiche Journalisten beschäftigt. Sicherheitsexperten warnen davor, dass geleakte Kontaktdaten für gezielte „Social Engineering“-Angriffe genutzt werden könnten. Im schlimmsten Fall besteht das Risiko, dass Angreifer versuchen, über diese Daten Rückschlüsse auf anonyme Quellen zu ziehen oder Spionage-Software auf den Geräten von Reportern zu platzieren. Dies stellt eine direkte Bedrohung für die redaktionelle Arbeit und den Quellenschutz dar.

Unzeitgemäße Störung

Für die RTL Group kommt die Cyberattacke zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen befindet sich mitten in einem laufenden Aktienrückkaufprogramm und bereitet den für Mai 2026 geplanten CEO-Wechsel vor, bei dem Clément Schwebig die Führung von Thomas Rabe übernehmen soll. An der Börse reagierte das Papier heute verhalten und notiert mit einem leichten Minus bei 36,95 Euro.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 12. März 2026. An diesem Datum wird der Konzern seine Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorlegen. Investoren erwarten dann nicht nur finanzielle Eckdaten, sondern auch konkrete Aussagen dazu, ob der Sicherheitsvorfall materielle Kosten verursacht oder die operative Transformation beeinträchtigt.

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